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JUICE Nr. 166 - Genetikk (April 2015) - inkl. JUICE CD #127

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Groove Ausgabe Juli/August 2016 Vinyl Special

 

Beschreibung

Details

»JUICE #166 erscheint mit exklusivem Gatefold-Cover von Genetikk.«

DIE THEMEN DER AUSGABE:
Titel: Genetikk – Evolution der dritten Art
Diesen Erfolg hatte Deutschrap nicht auf dem Zettel. Klar, Genetikk hatten sich seit der Veröffentlichung ihres zweiten Albums »Voodoozirkus« im Jahr 2012 eine mehr als solide Fanbase aufgebaut und bei Selfmade Records unterschrieben. Als sie im Frühjahr 2013 mit »D.N.A.« aber ihren dritten Langspieler ankündigten, war dennoch nicht abzusehen, was in den Folgemonaten geschehen sollte. Am 21. Juni 2013 erschien das Album – und chartete prompt auf der Eins. In ihrer ersten Titelgeschichte in diesem Magazin, kurz davor, wurde es in weiser Voraussicht bereits zum modernen Klassiker gekürt. Es folgte ein triumphaler Auftritt auf dem splash! Festival und immer mehr Erfolgsmeldungen. Bis heute ging »D.N.A.« mehr als 80.000 Mal über die Ladentheke. Ein Ergebnis, das Album Nummer Vier locker toppen wird – davon geht zumindest das Label aus. Sieben Wochen, bevor »Achter Tag« erscheint, besuchten wir Genetikk in ihrer Heimat Saarbrücken.
 
Audio88 & Yassin – Normcore
Vor fünf Jahren war die Welt noch ziemlich normal. Damals waren Audio88 & Yassin zwei Menschenfeinde mit trockener Kehle und hatten zwei Alben voll sperriger Tracks am Stizzo, auf denen in bester Stammtischmanier wirklich alles gesagt werden durfte, was gesagt werden musste. Und heute? Heute sind Audio88 & Yassin zwei ziemlich normale Menschen, die gerade ein ziemlich normales Album abgeliefert haben. Ein Album, auf dem nicht nur halb Rap-Deutschland, sondern auch der ganz normale Mensch aus der U-Bahn sein Fett weg bekommt. Ein Album, für das mit Torky Tork am Beat und Breaque an den Cuts gleich mal eine Band gegründet wurde. Ein Album, so normal, dass Yassin plötzlich zu singen anfängt. Ganz normaler Move. Nichts läge also näher als ein stinknormales Frage-Antwort-Spielchen mit dem Quartett, das gekommen ist, Deutschrap zu reinigen. In deinen Mund drin, du Schmutz.
 
Denyo – Alter Fuchs, neues Fell
In Sachen Veröffentlichung ist es lange Zeit ruhig gewesen um Denyo. Sein letztes Rap-Soloalbum liegt bereits zehn Jahre zurück. Zwischendurch gab es unter seinem bürgerlichen Namen Dennis Lisk mit der »Suchen & Finden«-Platte zwar noch einen Abstecher in Singer/Songwriter-Gefilde sowie mit »Cover My Song« eine eigene Sendung im Privatfernsehen, doch von einem lediglich digital erhältlichen Remix zum Jan-Delay-Song »St. Pauli« einmal abgesehen kam sonst nichts. Aber: Denyo hat in den letzten Jahren viel aufgelegt. Und seine wöchentliche Radiosendung »Top Of The Blogs« auf N-Joy gehostet. Und im stillen Kämmerlein an etwas ganz Neuem gewerkelt – denn neo war der 38-Jährige schon immer. Und derbe sowieso. Vollkommen logisch also, dass Denyolo mit seiner neuen Platte »Derbe« inklusive Captain-Future-Sound nun neue musikalische Wege einschlägt.
 
Weekend – Der ordinäre Exot
Rapper lassen einen gerne mal warten. Und kommen per SLS zum Interview-Treffpunkt, nachdem man sich längst die Beine in den Bauch gestanden hat. Weekend dagegen ist zwei Minuten zu früh. Wir treffen uns zu einer Stadtrundfahrt durch Gelsenkirchen – in seinem alten Ford Ka, mit dem er schon seit Jahren über den Asphalt zieht. Der rechte Außenspiegel fehlt, auf der Ablage am Armaturenbrett liegen Hunderte Cent-Münzen. Wir sind in der Karre von Deutschraps Average Joe. Dieser Typ, der es durch Zelebrierung seiner Durchschnittlichkeit geschafft hat, zweimal das VBT zu gewinnen; und der sich für das JUICE-Cover ausgezogen hat; der mit seinem Chimperator-Debüt auf Platz drei eingestiegen ist; und der mit seiner neuen LP »Für immer Wochenende« ganz sicher nicht in der Versenkung verschwinden wird.
 
Farid Bang – The Big Banger Theory
Farid Bang ist ein Phänomen, keine Frage. Der Düsseldorfer machte sich vor gut sieben Jahren schnell einen Namen – hauptsächlich dadurch, dass er der Konkurrenz frech und zielsicher ans Bein pinkelte. Seine Rapskills mögen bescheiden gewesen sein, seine Reimtechnik nicht die stärkste. Aber mit welcher Unbekümmertheit und – vor allem – mit wie viel offensichtlichem Spaß er die Namen anderer Rapper in den Mund nahm, nur um sie verächtlich wieder auszuspucken – das hob ihn locker von der grauen Masse ab.
 
Je Suis HipHop – Rap & Religion
HipHop hat ein neues Imageproblem. Nachdem die populären Medien die Subkultur in der Vergangenheit für die Verrohung der Jugend und steigende Kriminalität verantwortlich gemacht haben, ist nun gewalttätiger Islamismus an der Reihe. Zeitungen wie die Bild, die Frankfurter Allgemeine und die Zeit ließen es sich nicht nehmen, den Werdegang eines Deso Dogg vom Gangsta-Rapper zum islamistischen Kämpfer zu beschreiben und dabei eine direkte Verbindung zwischen Rap und religiösem Fanatismus herzustellen. In Bezug auf einen der Attentäter von Paris reichte schon der Hinweis aus, dass dieser sich zehn Jahre vor seiner furchtbaren Tat mal im Rappen versucht hatte. Daraus spricht eher das Bedürfnis nach einfachen Erklärungen als wirkliches Verständnis einer Subkultur, die zur Zeit einflussreicher als jede andere ist – und somit Millionen von Menschen prägt und beeinflusst. Natürlich sind diese Einflüsse teilweise problematisch. Eine so grobe Vereinfachung hilft aber niemandem weiter. Grund genug, mal genauer hinzuschauen und sich mit der Verbindung zwischen Islam und Rap auseinanderzusetzen.
 
Future Beats – Thank You Bass Gods
Dass alles mit dem Beat begann, ist kein großes Geheimnis. Nichtsdestotrotz fris­teten die Jungs hinter den Samplern lange Zeit ein Dasein im Schatten des Reims. Spätestens als Beat­-Tapes von Produzenten wie Madlib und J Dilla jedoch ihrer eigentlichen Funktion als Producer­-Showcase entflohen und auch außerhalb von Labelkreisen kursierten, wart ein neues Game geboren. Das Gedigge und Gechoppe nahm ein neues Eigenleben an, der ursprüngliche HipHop­-Beat durchlebte seitdem eine ganze Evolution. Mit Los Angeles bildete sich etwa ein Epizentrum für Beat­ Aficionados, in dem Protagonisten wie Flying Lotus den Bummtschack mit neuen ästhetischen Maßstäben ausstatteten. Auch außerhalb der Westküste nahm der Beat zunehmend diverse Gestalten an, etwa in UK, wo Rustie und Hudson Mohawke ihre Computer­-Sozialisation in einem hyperaktiven Synth­-Sountrack aufarbeiteten. Während Letzterer heute für die Koryphäen im US­-Rap produziert, hat sich der Beat längst vom Magnetband auf Soundcloud gespult. Quer über den Globus verteilt, sitzt der Nachwuchs am Rechner, speist Samples durch Software und widmet sich dem unteren Frequenzspektrum. Nicht wenige haben aus ersten Spielereien in Fruity Loops mittlerweile ansehnliche Karrieren als Rap­-Produzenten und Solo­-Künstler gestrickt. Zeit für einen Blick auf die jungen Beat-­Pioniere, die das Schlachtfeld Soundcloud dominieren.
 
Weitere Themen der Ausgabe:
Fashawn
Action Bronson
Smoke DZA
Rae Sremmurd
Tuxedo
MC Bogy
Real Geizt & Spliddtercrist 090 Egoland
Blumio
BOZ
Pictorial: Louise Amelie
Kings Of HipHop: Eazy-E
Sizarr vs. The Beats
Chilly Gonzalez
Crispy Crust Records


Tracklist JUICE CD #127:

1. Audio88 & Yassin - »Schmutzige Rapper«
2. MC Bomber »Storch oder Affen« (JUICE EXCLUSIVE)
3. MC Bogy - »Schnelles Geld«
4. Olexesh - »Kein Stop«
5. Hamed Lo feat. SSIO - »Tam der Pic«
6. Greeny Tortellini feat. Rapsta & Ali As - »Batz«
7. Weekend - »An Sonn- und Feiertagen real« (JUICE EXCLUSIVE)
8. Sadi Gent - »Galapagos«
9. Robda - »Money, Weed, Bitches & Kung Fu«



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