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Spex Nr. 359 - The Female Issue (März 2015) - inkl. Spex CD #123

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Groove Ausgabe Juli/August 2016 Vinyl Special

 

Beschreibung

Details

SCHWERPUNKT: THE FEMALE ISSUE
Hat Pop ein Frauenproblem?

Ist Pop progressiv, offen, tolerant, tendenziell links? Auch. Die Popkultur gilt als ein relativ aufgeklärter Bereich. Umso unverständlicher ist es, dass die Branche trotz allem immer noch durchdrungen ist von Gender-Klischees, Ungleichbehandlung, der Festlegung von Frauenrollen. Die Männerdomäne Pop hat auch im Jahr eins nach dem sogenannten »Jahr der Frau« für Frauen viel zu häufig die Rolle des Vamps, der kommunikativen Promoterin, der hübsch lächelnden Assistentin vorgesehen. Wir sprachen mit Frauen über ihre Erfahrungen im Kulturbetrieb.

Im Überblick:

WHAT A FEELING!
Ein Erfahrungsbericht über Verwunderung, Wunden und Wunder
TEXT: Stephanie von Beauvais
Stephanie von Beauvais dreht seit über 20 Jahren Musikvideos, Werbeclips und Kurzfilme. Sie hat unter anderem mit Cro, den Beatsteaks und 2raumwohnung gearbeitet und in der langjährigen Zusammenarbeit mit Tocotronic ihre Erfüllung gefunden. Dennoch muss sich die gestandene Regisseurin bis heute immer wieder Sprüche aus dem Macho-Arsenal der Fünfzigerjahre anhören.

BJÖRK
»Ich stehe auf den Schultern von Gigantinnen«

INTERVIEW: Max Dax  FOTOS: Páll Stefánsson
Während Pop als Protestmedium weitgehend ausgedient hat, nimmt sich die Hochkultur seiner Protagonisten an. Die in diesem März im New Yorker MoMA startende Björk-Ausstellung will indes mehr als reine Musealisierung. Durch sie erfährt das stets interdisziplinär angelegte Gesamtwirken der Musikerin, Künstlerin und Filmschaffenden Björk eine hochinteressante Zuspitzung. Ihre Verdienste sind unbestritten: Björk hat die Sagen- und Mythenwelt ihrer isländischen Heimat auf ebenso selbstverständliche Weise in den Pop gebracht, wie sie zur Ikone einer selbstbestimmten und Punk-geschulten Weiblichkeit wurde. Nach dem multimedial angelegten Biophilia erscheint nun wieder ein klassisches Björk-Album: Vulnicura ist ein Requiem auf eine zu Ende gegangene Liebe.

Wahlverwandschaften N°9: COURTNEY BARNETT VS. LAURA MARLING: »Jesus ist eine Frau«
TEXT:  Jacqueline Krause-Blouin  FOTOS: Mark Pillai
Treffen sich zwei Mädchen, die Gitarre spielen ... Laura Marling (24) und Courtney Barnett (27) sind allerdings weit mehr als das. Beide sind Ausnahmeerscheinungen im Dschungel der Singer-Songwriterinnen und haben den anspruchsvollen Folk in die Gegenwart getragen. Am selben Tag veröffentlichen Marling und Barnett nun ihre neuen Platten. Höchste Zeit für ein Treffen und ein Gespräch über Gleichberechtigung, Roald Dahl und Rührei.

ASIA ARGENTO
»Die Dunkelheit ist kein schöner Ort«

TEXT: Sonja Eismann FOTO: Florian Büttner
Asia Argento fühlt sich nicht richtig verstanden. So wie ihr Alter Ego, die neunjährige Aria, in Argentos neuem Film über das Aufwachsen in einer Familie voller Egozentriker im Rom der Achtzigerjahre. Titel: Missverstanden. Die italienische Regisseurin, die vielen bereits dadurch als Ikone gilt, dass sie die Tochter des Horrorfilmers Dario Argento ist, hat keine Lust mehr auf einschränkende Zuschreibungen wie die der düsteren Diva. Heute interessiert sich Argento, die von Regie über Musik bis Malerei so ziemlich alles kann, mehr für die fragile Unschuld von Kindern. Und für den Weg ins Licht.

DIAN HANSON
»Ich möchte, dass du masturbierst«

TEXT: Sonja Eismann FOTO: Helmut Newton
Als Redakteurin und Herausgeberin pornografischer Special-Interest-Magazine wie Juggs oder Leg Show ist Dian Hanson seit Mitte der Siebzigerjahre so etwas wie eine Expertin abseitiger männlicher Geilheit. Mittlerweile ist die in L.A. lebende Mittsechzigerin, die in Interviews mit fast akademischer Gelehrtheit über ihr Thema spricht, beim Taschen Verlag für die sexy Bücher zuständig, wo sie bereits opulente Fotowälzer über Butts, Boobs, Pussies und Penisse mit viel nostalgischem Charme und Schamhaar herausbrachte. Ihre damenhafte Erscheinung und ihre kindliche Begeisterung für die ausdifferenzierten Fetischismen von Omega-Männchen lassen auch beinahe vergessen, dass kapitalistische und sexistische Ausbeutungsmechanismen den meisten Formen von Mainstream-Pornografie immer noch eingeschrieben sind.

Songtextkritik: HOLE »Teenage Whore«
TEXT: Kerstin &  Sandra Grether

ANTONY HEGARTY
»Die Zukunft ist weiblich«

TEXT: Jördis Lüdke FOTO: Maurizio Bavutti
Knapp zehn Jahre nachdem Antony Hegarty für I Am A Bird Now mit dem Mercury Prize ausgezeichnet wurde, erscheint in diesen Tagen seine erste DVD. Turning ist nicht nur die Dokumentation eines Performance-Stücks, sondern eine Herzensangelegenheit, die Antony jahrelang begleitete. Erzählt werden die Biografien von zwölf Trans- und Cisgender-Frauen, Geschichten von Transformation und Transgression, vom Kampf um die Anerkennung des Frau-Seins. Wir sprachen mit dem Sänger über das Weibliche in uns allen.

POPKULTUR

XOSAR: Techno, Spuk und Biofeedback
TEXT:  Tim Caspar Boehme FOTO: Jennifer Endom
Xosar ist eine House- und Techno-Produzentin, die sich ebenso für neue Klänge wie für paranormale Phänomene interessiert – und aufgrund ihres Namens und der mangelnden Fantasie der Leute oft für einen Mann gehalten wird. Nach Stationen in San Francisco, Den Haag und Los Angeles lebt sie heute in Berlin.

FUTURE BROWN: Raus aus der Komfortzone
TEXT: Thomas Venker FOTO: Ye Rin Mok
Die Erwartungen an Fatima Al Qadiri, Jamie Imanian-Friedman, Asma Maroof und Daniel Pineda sind angesichts ihres Debütalbums Future Brown sehr hoch. Immerhin hat Al Qadiri mit Asiatisch das SPEX-Album des Jahres 2014 veröffentlicht, gehören Nguzunguzu (Maroof und Pineda) zum Spannendsten, was sich im Grime-Genre tummelt, und betreibt Imanian-Friedman mit Lit City Trax ein erfolgreich die Grenzen von Footwork und Grime auslotendes Label. Bei ihrem gemeinsamen Projekt Future Brown geht es um falsche Zuordnungen, Träume, heiße Texte und unterkühlte Beats.

THEESATISFACTION & TIM STÜTTGEN: Loving The Alien
TEXT: Klaus Walter
Sie verehren Shakespeare und beschäftigen sich mit Afrocentricity, Weltall, Queerness, Science Fiction. Nein, eine typische HipHop-Band sind Theesatisfaction nicht. Aber eine wahnsinnig spannende und intelligente, die jener afrozentrischen Rap-Tradition entstammt, die von A Tribe Called Quest, De La Soul und anderen begründet wurde. Urvater dieses interdisziplinären Selbstverständnisses: der afroamerikanische Visionär des freien Jazz, Sun Ra – der wiederum eine tragende Rolle in einem posthum erscheinenden Buch des ehemaligen SPEX-Autors Tim Stüttgen einnimmt. Hier wie dort: Alienation.

Vorspiel für: KEVIN ROWLAND: »Die Mods waren regressiv und langweilig«
TEXT UND MUSIKAUSWAHL: Martin Hossbach
Kevin Rowland ist Sänger der Dexys, die im Jahr 1982 noch unter dem Namen Dexys Midnight Runners mit »Come On Eileen« ihren bis heute größten Erfolg feierten. Rowlands Pop beinhaltete von Anfang an Elemente traditioneller irischer Folklore, gleichzeitig spielte seine Band einen aufgeheizten, weißen Soul. Nach dem dritten Album löste der exzentrische Rowland die Band Mitte der Achtziger auf und verfolgte eine interessante, wenn auch kommerziell desaströs verlaufende Solokarriere. Das vierte Dexys-Album erschien ganze 27 Jahre später und war der Anlass für die Aufnahme des nun erschienenen Live-Albums Nowhere Is Home.

ACTION BRONSON: Flieg, kleine Puderquaste!
TEXT: Daniel Gerhardt
Niemand im Moment kann rappen, fressen und auf die Kacke hauen wie Action Bronson. Der MC aus Queens kam erst vor fünf Jahren zur Musik, vorher schlug er sich als Koch und kleinkrimineller Unruhestifter durchs Leben. Sein Major-Label-Debüt Mr. Wonderful soll nun den bisherigen Höhepunkt eines Aufstiegs markieren, der so schnell und steil verlief, dass bisher niemand herausfinden konnte, wer Action Bronson wirklich ist: Ersatz-Eminem mit erneuertem Sinn für versauten Humor – oder ein verhätscheltes Riesenbaby?

NOEL GALLAGHER & GAZ COOMBES: Der lange Schatten der Neunziger
TEXT: Torsten Groß   FOTOS: Phil Dunlop (Noel Gallagher) & Thomas Meyer (Gaz Coombes)
Sie haben den Britpop der Neunzigerjahre geprägt wie sonst nur noch Damon Albarn. Noel Gallagher und Gaz Coombes schrieben die Songs für ihre Bands Oasis und Supergrass und waren so mitverantwortlich für den größten Boom britischer Popmusik seit den Tagen der Beatles. Heute haben sich beide mit dem jeweils zweiten Soloalbum endgültig von ihren alten Bands emanzipiert. Wir trafen Gallagher und Coombes am selben Tag, aber getrennt voneinander in Berlin.

MATANA ROBERTS: »Es gibt nie nur eine Version der Geschichte«
TEXT: Felix Klopotek   FOTOS: Dustin Aksland
Mit River Run Thee legt Matana Roberts in diesen Tagen den dritten Teil ihres interdisziplinären Coin-Coin-Projekts vor, einer ausführlichen Auseinandersetzung mit amerikanischer, vor allem: afroamerikanischer Geschichte. Ein Topos, aus dem Roberts einmal mehr große, erhabene Kunst destilliert. Wir sprachen mit der Sängerin und Saxofonistin über Emanzipationskämpfe, den Amerikanischen Traum und ihre große Begeisterung für die Geschichte ihres Heimatlands.

 

EINKLANG
Neues aus Musik, Mode und Film

Mit Ibeyi, Mourn, YVY, The Districts, Selma, Bilderbuch, And The Golden Choir

KOLUMNEN

TAXI FÜR RÜTZEL: Liegen will gelernt sein
TEXT: Anja Rützel   ILLUSTRATION: Patrick Klose

GOOD MORNING AMERICA: Die wirklich wahren Lehren
TEXT: Steven Lee Beeber   ILLUSTRATION: Patrick Klose

POFALTE: Bob Marley, der Beste im Bioladen
TEXT: Holger in't Veld  ILLUSTRATION: Patrick Klose

POPKULTUR

JOCHEN DISTELMEYER: Hiobs Botschaft
TEXT: Thomas Vorreyer ILLUSTRATION: Patrick Klose
Mit Otis legt der Blumfeld-Sänger und -Texter Jochen Distelmeyer seinen ersten Roman vor. Das Buch führt vom Rücktritt Christian Wulffs über Homers Odyssee, von Berlin-Mitte zu Protagonisten der Frankfurter Hochfinanz, vom klassischen Berlin- und Liebesroman zu einer songähnlichen Aufarbeitung aktueller Themen wie NSU und NSA, Lampedusa und Neoliberalismus.

MICHEL HOULLEBECQ: Historische Hallräume
TEXT:  Eva Behrendt ILLUSTRATION: Patrick Klose
Der vermeintliche Skandalroman Unterwerfung ist die erste literarische Sensation des Jahres.

Buchkritiken
Catfish – Ein Bob-Dylan-Roman, 90° Degrees Of Shade – Image And Identity In West Indies, Politik und Freundschaft. Gespräch über Marx und Althusser, Kritik der schwarzen Vernunft

Bilder, die die Welt bewegten: WANDA
1970, Barbara Loden

TEXT: Drehli Robnik

ALS WIR TRÄUMTEN: Saufen, prügeln, stolpern auf Augenhöhe
TEXT:  Barbara Schweizerhof

Filmkritiken
WhiplashLeviathanInherent Vice

 

KRITIKEN

Album der Ausgabe: D'ANGELO AND THE VANGUARD Black Messiah

Außerdem Rezensionen zu Björk, Beat Spacek, Nneka, Soko, Jenny Wilson, The Notwist, Kante, Clarence Clarity, Lonelady, Six Organs Of Admittance, Lapsley, Samuel Kerridge, Joey Bada$$, Dagobert, William S. Burroughs, Title Fight, Ghostpoet, Lead Belly, Modest Mouse, Sizarr, David Borden, Dan Deacon, Bob Dylan, Motorama, Tropics, Midaircondo, Purity Ring, Locas In Love, Iamamiwhoami, Lena Willikens

Werke XXIII – Willkürlich und anlassfrei zusammengestellt von Diedrich Diederichsen
Lawrence English, Erik Friedlander, Oren Ambarchi

Odyshape – Selten gehörte Musik mit Joachim Ody
Luigi Nono, Ákos Rozmann, Thomas Köner

Gegenwartskunde – Popwelt mit Klaus Walter
The Pop Group, Gang Of Four, Sherwood & Pinch

Punchzeilen – Rap mit Marcus Staiger
Schwesta Ewa, Young M.A, Pillskills

Direct Cuts – Clubmusik mit Holger Klein
Romare, Bambounou, A Sagittariun, John Tejada

SPEX CD 123
ZUSAMMENSTELLUNG: Daniel Gerhardt

1. Courtney Barnett – »Pedestrian At Best«
2. Noel Gallagher's High Flying Birds – »Do The Damage«
3. Bilderbuch – »Spliff«
4. Theesatisfaction – »Earthee« (feat. Shabazz Palaces, Porter Ray & Erik Blood)
5. Mourn – »Your Brain Is Made Of Candy«
6. Clarence Clarity – »Meadow Hopping, Traffic Stopping, Death Splash«
7. Gaz Coombes – »Buffalo«
8. Kante – »Lied von der Zuckerfabrik«
9. Ghostpoet  – »Sorry My Love, It's You Not Me«
10. Jenny Wilson  – »Wanna Have It All«
11. And The Golden Choir – »My Brothers Home«
12. The Notwist – »Object 11«

Rückblende: WILLIS EARL BEAL Fick den Dreck
TEXT: Thomas Vorreyer   FOTO: Christoph Mack

AUSKLANG
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