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Spex Nr. 360 - Tocotronic (April 2015) - inkl. Spex CD #124

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Groove Ausgabe Juli/August 2016 Vinyl Special

 

Beschreibung

Details

TITEL: TOCOTRONIC

Revolution auf Wolke sieben
TEXT:  Daniel Gerhardt & Torsten Groß FOTOS: Yves Borgwardt
Neues Album, neues Wagnis: Nach Workshop-Sessions, Dogmaplatten und einer Doppel-LP auf vier Tonbandspuren haben sich Dirk von Lowtzow, Jan Müller, Arne Zank und Rick McPhail für das elfte Tocotronic-Album auf eine Sammlung von Liebesliedern eingelassen. Klischees und Stolpersteine pflasterten ihren Weg, doch am Ende steht mit dem stilecht unbetitelten »roten Album« die bisher offenste und offensivste Pop-Platte der 22-jährigen Bandgeschichte. Bei Kaffeevariationen und Cola ohne Zucker sprachen von Lowtzow und Müller über guten und schlechten Kitsch, körperliche Utopien, den Bildungsbürger Haftbefehl und die Philosophie ihrer Fake-Band.

POPKULTUR

YOUNG FATHERS: »Arschlöcher bleiben Arschlöcher«
TEXT:  Thomas Vorreyer FOTOS: Kim Jakobsen To
Wenige Monate nachdem sie für Dead überraschend den renommierten Mercury Prize erhalten haben, legen Young Fathers bereits ein weiteres Album vor. White Men Are Black Men Too ist ein provokant betitelter Appell an die Menschlichkeit und eine Reflexion über rassistische Stereotype. Ein Anliegen, das die Band mittels memorabler Refrains und einer insgesamt offeneren Ausrichtung in die Breite zu tragen gedenkt. Wir trafen die Musiker in London.

WAXAHATCHEE: Auf einem Auge Hoffnung
TEXT: Jennifer Beck FOTO: Maximilian Mouson
Katie Crutchfield hat ein Projekt. Es heißt Selbstbestimmung und gestaltet sich schwierig. Auf ihrem dritten Album unter dem Künstlernamen Waxahatchee singt sie zu nostalgischem Indie-Rock über und gegen das Erwachsenwerden, jerks und jocks und andere Dinge, von denen ihr schlecht wird. Aus Crutchfields Liedern sprechen Geduld und Beobachtungsgabe, aus ihrem Mund kommt viel Kontra aus Prinzip.

WAHLVERWANDTSCHAFTEN N° 9: Andy Gill (Gang Of Four) vs. Herbert Grönemeyer:
»Deutschland ist wie auf Valium«
TEXT: Max Dax FOTOS: Yves Borgwardt
Auf den ersten Blick könnten die Gegensätze kaum größer sein: Herbert Grönemeyer ist der deutsche Volkssänger, der Stimmungen und Entwicklungen in diesem Land zuverlässig in allgemein verständliche Formeln fasst und so seit Jahrzehnten Stadien füllt. Andy Gill wiederum ist als Gründer, Songschreiber und Produzent der britischen Band Gang Of Four eine der zentralen Figuren des Post-Punk-Movements. Wir trafen die Musiker in Berlin und stellten bei einem Gespräch über künstlerische Strategien, musikalische Sozialisation und Politik erstaunlich viele Gemeinsamkeiten fest.

Songtextkritik: SOPHIE HUNGER: »Die ganze Welt«
TEXT: Anja Rützel

Wie wir leben wollen N° 5: (Deutscher) HipHop mit ohne Geschmack
TEXT: Denyo
Über die letzten Jahrzehnte hat sich die Rap-Szene kontinuierlich von einer Subkultur zum massenkompatiblen Umsatzgaranten entwickelt. Insbesondere in Deutschland ist HipHop – nach einer kleineren Schwächeperiode – heute Leitmedium für junge Menschen. Anlass genug, die alte Pop-Frage zu stellen, wie viel von ihrer ursprünglichen Innovationskraft die Kunstform auf dem Weg in den Mainstream eingebüßt hat. Eine Bestandsaufnahme von Beginner-Mitglied Denyo.

THE STAVES: Familiäre Werte
TEXT: Torsten Groß
The Staves aus dem englischen Watford sind eine der besten Vokalgruppen der Welt. Ihr neues Album If I Was verdankt der britischen Folktradition ebenso viel wie der des Laurel Canyon. Wir trafen die Schwestern in Berlin.

TOBIAS JESSO JR. & MATTHEW E. WHITE: Baby Lord und König Zufall
TEXT: Dennis Pohl FOTOS: Christoph Mack
Auf verschlungenen Schicksalswegen fanden Matthew E. White und Tobias Jesso Jr. im goldenen Zeitalter der Popmusik ihre Erfüllung. Beide wagten einen Rückgriff auf klassische Songschreibertugenden, dem die neuen Alben der Musiker einiges verdanken: Fresh Blood (White) und Goon (Jesso) sind eklektische Liedersammlungen von betörender Reife und wilder Sehnsucht.

VIERKANTTRETLAGER, LEO HÖRT RAUSCHEN & ISOLATION BERLIN: Sag alles ab!
TEXT: Thomas Vorreyer FOTOS: Patrick Desbrosses (Isolation Berlin), André Hemstedt & Tine Reimer (Vierkanttretlager), Sven Döring (Leo Hört Rauschen)
Auf ihren neuen EPs und Alben formulieren Isolation Berlin, Vierkanttretlager und Leo Hört Rauschen eine grundsätzliche Skepsis gegenüber dem Digitalzeitalter. Es geht um Liebe, den Tod, den inneren Dschihad, das Loslösen aus äußeren und inneren Zwängen. Musikalisch mögen sie unterschiedlich sein – und doch eint die drei Bands ein ähnlicher Geist, wie wir bei Gesprächen in Dresden, Berlin und Hamburg feststellten.

HELENA HAUFF: Faszination & Entbehrung
TEXT: Thomas Venker FOTOS: Katja Ruge
Zuletzt spielte sich Helena Hauff in die Herzen und Beine der europäischen Electro- und Technofans. Nachdem sie ihr großes Talent für energetischen, kompromisslosen Techno längst unter Beweis gestellt hat, steht nun mit Discreet Desires ihr erstes Künstleralbum an. Ein Werk, auf dem sie mehr Melodie und Pop wagt. Wir besuchten Hauff zu Hause und begleiteten sie beim Auflegen in Hamburg und Berlin.

Vorspiel für JULIAN CASABLANCAS & THE VOIDZ: »Jeder hat seinen Preis, selbst George Washington«
TEXT UND MUSIKAUSWAHL: Jacqueline Krause-Blouin & Torsten Groß FOTOS: Yves Borgwardt
Mit den Strokes hat er das letzte größere Beben in der Rockmusik ausgelöst. Zuletzt ist es jedoch still um die New Yorker Band geworden, deren Mitglieder sich überwiegend anderen Projekten widmen. Sänger und Songschreiber Julian Casablancas etwa hat mit The Voidz das eklektische, quasi-avantgardistische Noise-Rock-Album Tyranny aufgenommen, das er kürzlich in Berlin präsentierte. Nach dem Auftritt sprachen wir mit ihm über Alkohol, Labelarbeit und die Macht des Geldes.

EINKLANG
Neues aus Musik, Film und Literatur

Mit Mia Hansen-Løve, Hinds, Little Simz, Sekuoia, Ghetto Brother, Benjamin Clementine, Jlin

KOLUMNEN

TAXI FÜR RÜTZEL: Warten auf das Meer
TEXT: Anja Rützel   ILLUSTRATION: Patrick Klose

GOOD MORNING AMERICA: Lachen ist die letzte Medizin
TEXT: Steven Lee Beeber   ILLUSTRATION: Patrick Klose

POFALTE: Der falsche Gegner?
TEXT: Holger in't Veld  ILLUSTRATION: Patrick Klose

POPKULTUR

FRANÇOIS OZON»Ein wahrer Feminist zeigt, dass Frauen auch Monster sein können«
TEXT: Anke Sterneborg FOTO: Florian Büttner
Immer wieder lotet François Ozon die Abgründe menschlicher Gefühle und Beziehungen aus. Der französische Regisseur erzählt von unkonventionellen Formen der Liebe mit ausgesprochen klassischem Stilbewusstsein. Seine Filme ranken sich mit Vorliebe um geheimnisvolle Frauenfiguren: So zeigte er 2013 in Jung und schön eine Schülerin, die ein gefährliches Spiel mit der Prostitution treibt. Sein jüngster Film Eine neue Freundin rückt ausnahmsweise auch einen Mann ins Zentrum des Geschehens – den Ozon prompt mit Attributen schillernder Weiblichkeit ausstattet.

KIM GORDON: Wehe, wenn sie losgelassen ...
TEXT: Kerstin Grether FOTO: Kai von Rabenau
Bereits im Vorfeld war es zu ahnen: Ausgerechnet die selbst verantwortete Biografie der wichtigsten Ikone weiblicher Indie-Rockmusik der letzten 30 Jahre gerät zu einer unwürdigen öffentlichen Abrechnung, ja zu einer Selbstdemontage. Es ist traurig, man mag Girl In A Band nicht lesen, man fragt sich: Warum hat niemand Kim Gordon vor diesem Buch bewahrt?

ALAIN BADIOU: Prophet der Algorithmen
TEXT: Cord Riechelmann
Über 30 Jahre nach der Erstausgabe erscheint nun endlich eine probate deutsche Übersetzung von Alain Badious gleichermaßen wegweisendem wie zeitlosem Frühwerk Theorie des Subjekts.

TOBIAS ZIELONY: »Das Gerede vom Ende der Geschichte ist Unsinn«
TEXT: Wolfgang Müller FOTO: Kristin Loschert
»In meiner Fotografie bin ich anwesend«, sagt Tobias Zielony. »Das spürt man in den Bildern.« Mit einer Haltung zwischen Dokumentation und Ästhetisierung blickt der 1973 geborene Künstler immer wieder auf Subkulturen, deren Codes und Präsenz im öffentlichen Raum. Er porträtierte Jugendliche im englischen Suburbia, im kanadischen Manitoba und in den Sozialbauten Neapels, in der Serie Jenny Jenny setzte er sich mit Prostitution auseinander. Ab Mai 2015 zeigt Zielony im Deutschen Pavillon der Biennale di Venezia eine Arbeit, die sich mit Flüchtlingen beschäftigt. Für SPEX traf ihn der Künstler und Musiker Wolfgang Müller zum Gespräch in Berlin.

Modegespräch: HUSSEIN CHALAYAN: »Man muss den Körper in Bewegung verstehen«
TEXT: Sonja Eismann FOTO: Phil Dunlop
Der gebürtige Zypriot Hussein Chalayan ist mit seinen architekturalen High-Tech-Designs der Liebling der Fashion-Artsies. Er meistert den Spagat zwischen kühl diskursiver und keck popkulturaffiner Mode so souverän, dass er nicht nur als Modemacher gern gesehener Gast in den großen Kunstgewerbemuseen der Welt ist, sondern mittlerweile auch als Künstler Kurzfilme in Galerien zeigt. Chalayan ist seit 2006 Member of the Order of the British Empire, und seine Entwürfe werden von Musikstars wie Björk und Lady Gaga getragen. Mehr Aufmerksamkeit erregen jedoch seine politischen Statements: So ließ er 1998 weibliche Models in immer kürzer werdenden Tschadors den Laufsteg betreten, bis am Ende eine nackte Frau mit einem schwarzen Gesichtsschleier erschien.

Buchkritiken
Manuel Möglich – Deutschland überall, Nagel – Drive-By Shots, Till Lindemann – Die Gedichte, Leif Randt – Planet Magnon

Bilder, die die Welt bewegten: PORTRAIT OF JENNIE
1948, William Dieterle

TEXT: Drehli Robnik

Filmkritiken
A Girl Walks Home Alone At NightUnderdog, B-Movie: Lust & Sound in West-Berlin 1979–1989, Tod den Hippies – Es lebe der Punk!

 

KRITIKEN

Album der Ausgabe: SUFJAN STEVENS Carrie & Lowell

Außerdem Rezensionen zu Madonna, Alabama Shakes, Speedy Ortiz, Joanna Gruesome, Liturgy, Danielle De Picciotto, Jam City, Lower Dens, Nadine Shah, Villagers, Joanne Robertson, Doldrums, The Very Best, Fantasma, Dasha Rush, Prairie, Marker Starling, Hannah Cohen, Toro Y Moi, Shlomo, Ata Kak, Will Butler, Squarepusher, Fred Thomas, The Wombats, DJ Clent, Henrik Schwarz, Ólafur Arnals & Alice Sara Ott, Lotic, Karin Park, Howling, Portico, Pale Blue, Twin Shadow, Jefre Cantu-Ledesma, Fanal

Werke XXIV – Willkürlich und anlassfrei zusammengestellt von Diedrich Diederichsen
Elektro Guzzi, Susanna Gartmayer, Baron Oufu, Peter Brötzmann / Keji Haino / Jim O' Rourke

Odyshape – Selten gehörte Musik mit Joachim Ody
Ryuichi Sakamoto, Illuha, Taylor Deupree, David Sylvian, Rüdiger Lorenz

Gegenwartskunde – Popwelt mit Klaus Walter
Peder Mannerfelt, Highlife On The Move

Punchzeilen – Rap mit Marcus Staiger
Orsons, Audio 88 & Yassin, MC Bomber

Direct Cuts – Clubmusik mit Holger Klein
Linkwood, Nick Höppner, Route 8, Roska

SPEX CD 124
ZUSAMMENSTELLUNG: Daniel Gerhardt

1. Waxahatchee – »Under A Rock«
2. Sufjan Stevens – »The Only Thing«
3. Lower Dens – »To Die In L.A.«
4. Young Fathers – »Nest«
5. Isolation Berlin – »Körper«
6. Liturgy – »Follow«
7. Villagers – »Courage«
8. Sophie Hunger – »Love Is Not The Answer«
9. Karin Park  – »Hurricane«
10. Nadine Shah  – »Big Hands«
11. Prairie – »Hell & Fix«
12. Gang Of Four – »England's In My Bones« (feat. Alison Mosshart)

PERSPEKTIVE: Ohne Filter – Nachrichten vom Planeten Autismus
TEXT: Thomas Hübener BILDER: Gee Vero
Wenn von Autismus die Rede ist, fällt den meisten zuerst der Film Rain Man mit Dustin Hoffman in der Hauptrolle ein. Als zweites denken viele an den blassen, bebrillten Klischee-IT-Spezialisten ohne Gefühl für soziale Interaktionen und modische Nuancen, eine Art karikatureske Steigerung des Sozialtypus Nerd. Garantiert eher nicht in den Sinn kommt einem jemand wie Denise Linke, eine eloquente und ansteckend fröhliche junge Frau. Die Berliner Autistin und ADHSlerin gibt das weltweit erste Lifestyle-Magazin für Autisten heraus. Und sagt: »Neurodiversität ist die größte Chance, die unsere Gesellschaft je hatte.«

Rückblende: PATTI SMITH Naomi in den Neunzigern
TEXT: Jacqueline Krause-Blouin

AUSKLANG
Exklusiv für SPEX von David Ivar »Black Yaya«

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