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Spex Nr. 369 - Beginner vs. Fatih Akin (Juli/Aug. 2016) - inkl. Spex CD #132

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Groove Ausgabe Juli/August 2016 Vinyl Special

 

Beschreibung

Details

SPEX N° 369, die Juli/August-Ausgabe 2016 – inklusive der SPEX-CD 132 mit zwölf Titeln. Die aktuellen Abo-Prämien finden sich hier. Weitere Informationen, Ergänzungen sowie ausgewählte Texte auf www.spex.de.

TITEL

WAHLVERWANDTSCHAFTEN N° 15 – BEGINNER VS: FATIH AKIN: »Aufs Maul zu fallen ist wichtig«
TEXT: Dennis Pohl FOTOS: André Hemstedt & Tine Reimer
Hamburg, ein Hotel direkt an der Elbe. Denyo, DJ Mad und Jan Delay machen sich gerade über ein Körbchen Erdbeeren her, als Fatih Akin mit einem zerbeulten BMX-Rad vorfährt. Das Stelldichein hat etwas von einem Klassen- treffen nach 20 Jahren Berufserfahrung. Beide Parteien müssen liefern: Die Beginner melden sich mit Advanced Chemistry, ihrem ersten Album seit 13 Jahren, als derbste deutsche HipHop-Truppe zurück; Akin bringt im September die Verfilmung von Wolfgang Herrndorfs Roman Tschick in die Kinos. Wo er zuletzt gedreht habe, fragt Denyo. In Hoyerswerda. Oha, Nazis gesehen? »Weniger als in den Neunzigern.«

SCHWERPUNKT: EXPLICIT CONTENT

Prince ist tot, Muhammad Ali auch. Nicht nur Pop und Boxsport verlieren damit prägende Figuren, auch die Praxis des nicht mehr ganz zivilen Ungehorsams muss sich neue Aushängeschilder suchen. Welches Vermächtnis hinterlassen diese revolutionären Einzelkämpfer, die es mit der kriegs­geilen US-­Gesellschaft der Vietnamjahre und dem gänzlich ungeilen Amerika der Reagan­-Ära aufnahmen? Können ein kalifornischer Trans­-MC und eine japanische Pussykünst­lerin ihr Erbe antreten? Und wer gibt der Türkei das Recht auf explicit content zurück? 17 Seiten mit verboten geilen Antworten.

PRINCE (I): Jack U Off
TEXT: Vina Yun
Prince war total. Black or white? Straight or gay? Not a woman! Not a man! Die Sexrevolte, für die Prince wie kein anderer männlicher Künstler steht, lässt sich daher nur begreifen, wenn man auch über race spricht.

PRINCE (II): A Love Bizarre
TEXT: Justus Köhncke
Die wildesten Fummel und Klangkostüme holte sich Prince immer wieder auch aus dem eigenen Tonstudio. Justus Köhncke erklärt, wie Drummachine und Harmo­nizer als Gender-­Bender funktionieren und wie Queer­ness zu Musik wird.

PRINCE (III): Baby Go-Go
TEXT: Alexis Taylor
Piano & A Microphone – so hieß die Tour, die nun als die letzte von Prince in die Popgeschichts­schreibung Eingang findet. Nicht mehr als ein Klavier und ein Mikrofon benutzte auch Alexis Taylor für sein jüngstes Soloalbum Piano. Ein trauriger Zufall: Taylor ist ein Prince-­Nerd, wie er im Buche steht. Hier schwärmt er von seinen jüngsten Obsessionen.

MYKKI BLANCO: »Ich mache Musik nicht, um jemanden zu beleidigen«
TEXT: Jessica Aimufua FOTO: Matt Lambert
In seinem Song »High School Never Ends« rappt Mykki Blanco über verbotene Liebe: die eines Brandenburger Skinheads zu einem schwarzen Transmann. Dabei führt er drastisch vor, wie kontrovers das Thema gerade heute sein kann und wie gewaltsam es ausagiert wird. Seit Blanco von Südkalifornien nach New York zog, steht er wie wenige andere für explizit nicht­straighte Inhalte im Rap. Er empfindet sie nicht als Provokation, sondern als pure Notwendigkeit.

ROKUDENASHIKO: Freiheit für Manko
TEXT: Annika Reith
Was ist obszön? Die Frage hätte die japanische Künst­lerin Rokudenashiko vor ein paar Jahren sicher noch an­ders beantwortet. Eigentlich angefertigt, um sich buch­stäblich ein Bild zu machen vom weiblichen Genital, wurden ihre Vulva­Plastiken schnell zum Politikum. Im Mai wurde vor Gericht verhandelt.

ISLAMIC FASHION: Verschleierung vs. Fuckability
TEXT: Diana Weis FOTO: Matt Lambert
Die populistische Forderung nach einem Verbot von Hijab und Burkini zeigt, wie stark die öffent­liche Inszenierung von Weiblichkeit auch im Westen noch immer als Kampfzone reaktionärer Machtansprüche instrumentalisiert wird. Eine offene Gesellschaft aber muss sowohl den nack­ten als auch den bekleideten Frauenkörper aus­ halten können.

MUHAMMAD ALI: »Kein Vietcong hat mich je Nigger genannt!«
TEXT: Klaus Walter FOTO: Matt Lambert
Muhammad Ali war der erste Psychologe des Körpers, sagte der Schriftsteller Norman Mailer. Genauer: eines schwarzen Körpers, der das weiße Amerika nicht nur mit Fäusten bedroht, sondern auch mit Worten. Mit Ali geht eine der unverblümtesten Stimmen der Black Power. Und zweifellos die schlagkräftigste. Am 3. Juni 2016 starb Ali im Alter von 74 Jahren.

Allen Ginsberg: Obszönes Geheul
TEXT: Sebastian Guggolz
Vor 60 Jahren veröffentlichte der Beat­-Poet Allen Ginsberg sein Langgedicht Howl. Mit ihm erklang ein unerhörter Ton in der Dichtkunst. Howl war drastisch, drängend, unzweideutig – und wurde deswegen von der Zensur verfolgt.

Pressefreiheit in der Türkei: Lebenslänglich Journalismus
TEXT: Çiğdem Akyol
Wer in der Türkei dieser Tage von seinem Recht auf freie Mei­nungsäußerung Gebrauch machen will, kann seine Freiheit schnell wieder los sein. Çiğdem Akyol lebt als Journalistin in Istanbul und berichtet vom dortigen Kampf für und gegen die Pressefreiheit.

EINKLANG
Neues aus Musik, Literatur und Film

Mit Let's Eat Grandma, Laura Jane Grace, Tommy Genesis, Terry, Chino Amobi, Billy Corgan, Deezer, Roots, Mitski und Andi Zeisler

POPKULTUR / GESELLSCHAFT

BLOOD ORANGE: Sax mit Blumen
TEXT: Daniel Gerhardt FOTOS: Christopher Schoonover
Das Mitgefühl für Freaks und Außenseiter wurde buchstäblich in Devonté Hynes hineingeprügelt. Was aus ihm herauskommt, klingt jedoch sanft, gefühlvoll und sexy. Seit der britische Künstler in New York lebt, beweist er mit dem emphatischen Stadtgeschichtspop von Blood Orange, dass geschmackliche Vorlieben politisch und politische Verlautbarungen geschmackvoll sein können. Sein drittes Album Freetown Sound handelt Sex, Sexismus, Religion und race relations in einer langen Nacht ab. Dabei standen die Zeichen noch vor einem Jahr auf Selbstbeseitigung.

RADIOHEAD (I): Leben nach dem Tod (von Pop)
TEXT: Georg Seeßlen FOTOS: Johanna Klein
Wellenlängen und Entfremdung. Trunkenheit und Schädelbrummen. Nähe und Entfernung. Song und Nicht­-Song. In immer neuen Paarungen beschwören Radio­ head das Ich am Rande von Scheitern und Verschwinden. Irgend­ wie schreibt man die Musik dieser Band beim Hören selbst mit. Und so soll auch dieser Text einen Radiohead­-Track imitieren. Wahrscheinlich geht das daneben. Aber es fühlt sich nicht schlecht an, es versucht zu haben.

RADIOHEAD (II): Der Onkel trägt jetzt Pferdeschwanz
TEXT: Daniel Gerhardt
Die Videoclips, das Album, schließlich der Auftritt: Am 20. Mai spielen Radiohead in Amsterdam. Das erste Konzert zu ihrer neuen Platte A Moon Shaped Pool soll den Höhepunkt eines wochenlangen Rezeptionsmarathons um die Rückkehr der Band markieren. Der seltsam schöne Abend zeigt aber auch, dass andere inzwischen die größeren Ausrufezeichen setzen.

DAWN: Die Ära Gold-Schwarz-Rot
TEXT: Nadine Schildhauer
Zwei Nummer­-eins-­Alben mit der Girlgroup Danity Kane, einmal Platin, ein Trio mit P. Diddy – in den USA ist Dawn Richard seit Jahren ein Star. Als Solokünstle­rin führt sie R’n’B weit über die Grenzen des Genres hinaus: angefangen bei griechischer Mythologie über Dantes ersten Höllenkreis bis zum Zeitgeistklang des Labels Fade To Mind. Was als nächstes ansteht? Die Katharsis.

KATHLEEN HANNA: »Es ist ein Privileg, ich zu sein«
TEXT: Christina Mohr FOTO: Shervin lainez
Sie hat exakt eine Stunde Zeit, und zwar ab sofort. Sie will weder über ihre Riot­Grrrl­-Pioniertaten mit Bikini Kill oder den feministischen Party-­Punk von Le Tigre reden noch über ihre chronische Krankheit oder ihr Privatleben – klingt nach einem komplizierten Versuchsaufbau. Alle Befürch­tungen zerstreuen sich aber in dem Moment, als ein fröhliches »Hello!« aus dem Telefon tönt. Kathleen Hanna ist bestens gelaunt und auskunftsfreudig. Mit ihrer Band The Julie Ruin hat sie gerade das Album Hit Reset fertiggestellt. Es klingt fast so persönlich wie das folgende Gespräch.

Wie wir leben wollen N° 12: »Das ist doch nicht Mercedes Benz«
TEXT: Jennifer Beck, Norman Palm, Arno Raffeiner ILLUSTRATIONEN: Patrick Klose
Wenn Pop zum schützenswerten Kultur­-Biotop wird, wie geht man dann mit der Hand des Beschützers um? Anders gefragt: Welchen Klang hat das Geld in der Musik? Wir baten vier eng mit SPEX verbundene Musikerinnen und Musiker, die sich wie viele andere im Spannungs­feld zwischen Subvention vs. Staatspop und Sponsoring vs. Sell­-out bewegen, zu einem Gespräch darüber, wie sie in der Fördertopf­-Popwelt leben wollen.

CAR SEAT HEADREST: Die Leiden des jungen Will
TEXT: Dennis Pohl FOTO: Kyle Johnson
Will Toledo kann Gitarre, Bass, Schlagzeug und Fahrrad. Nicht so gut ist er in Selbstbewusstsein, umso besser in quarterlife crisis. Wie man aus diesen Talenten ein hymnisches Rockalbum zimmert, zeigt Teens Of Denial, das 13. Album von Toledos Einsamer-­junger-­Mann-­Band Car Seat Headrest.

Vorspiel für TOM VERLAINE: »Geiles Getröte, voll meine Musik«
TEXT & MUSIKAUSWAHL: Max Dax FOTOS: Yves Borgwardt
Tom Verlaine, Kopf der Punk­rock­-Pioniere Television und der freieste Gitarrist der Klasse von 1975, ist heute 66 Jahre alt, in Würde ergraut – und er raucht Kette. Am Telefon hatte er zuvor darum gebeten, beim Interview in Berlin­ Schöneberg nicht die alten CBGB­-Zeiten durchzukauen »wie all die anderen«. Verlaine interessiert sich schon seit den Sechzigerjahren für Free Jazz, Bob Dylan und Moderne Klassik. Wir befragten ihn nach seinen guilty pleasures.

TANGERINE L.A.: Intensitätsverstärker
TEXT: Esther Buss
Würde Ryan Trecartin Hollywoodkino machen, dann müsste es aussehen wie Tangerine L.A. Der Angeleno Sean Baker hat mit dem Smartphone ein High-Speed-Porträt seiner Heimatstadt gedreht, in dem Transgender-Sexar- beiterinnen über den Santa Monica Boulevard wirbeln und so aufgekratzt dauerquasseln, wie man es sonst nur von der Post-Internet-Art kennt. Außerdem gibt es Donuts, Blowjobs und armenische Taxifahrer.

VIV ALBERTINE: »Ich habe kein Buch für alte Punkrocker geschrieben«
TEXT: Annika Reith FOTO: Franziska Sinn
Hätte Viv Albertine auf all die Männer gehört, die ihr in ihrem Leben schon gesagt haben, was sie alles nicht kann, wäre sie wohl nie Gitarristin, The-Slits-Mitglied, Regisseurin, Mutter, Hausfrau, Autorin oder Feministin geworden. Mit ihrer Autobiografie A Typical Girl hat sie ein Buch wie eine Punkplatte geschaffen: schnörkellos, provokant und mutig. Ein Gespräch über die weibliche Sicht auf die Szene im London der Siebzigerjahre, die Nostalgisierung von Punk, die Rolle der Mütter und das Scheitern.

PERSPEKTIVE: Wo das Gleisbett den Himmel teilt – Unterwegs in einer Utopie namens Rojava
TEXT & FOTOS: Marcus Staiger
Die einen nennen die Gegend Nordsyrien, die anderen Westkurdistan. Manchmal wird der Landstrich als Paradies auf Erden verklärt, und ebenso oft ist die Rede davon, wie Basisdemokratie hier mit Waffengewalt verteidigt wird: in der Föderation Rojava. Unser Autor reiste vor einigen Monaten in das von Kurden kontrollierte, de facto autonome Gebiet und hält bis heute Kontakt mit Aktivistinnen, Helfern und Kämpfern vor Ort. Sie alle trugen zur Entstehung dieses Textes bei, mit ihren Erzählungen und ihrem Leben in Haupt- und Nebenwidersprüchen.

AUSKLANG
Plakat aus der Serie EU Campaign von Wolfgang Tillmans

KOLUMNEN

Der Rote Planet
Robert Misik analysiert den Status Quo der modernen Linken
Wähle deine Worte!
ILLUSTRATION: Patrick Klose

Pofalte
Holger In't Veld schreibt über die Abgründe des täglichen Ernährungswahnsinns
Europaletten-Fairarsche
ILLUSTRATION: Patrick Klose

Taxi für Rützel
Aus den Speakern der Droschke offenbart sich Anja Rützel die Welt
Alles hin, hin, hin
ILLUSTRATION: Patrick Klose

KRITIKEN

Album der Ausgabe: JAKÖNIGJA Emanzipation im Wald

Außerdem Rezensionen zu Beyoncé, Adia Victoria, Wild Boys, Metronomy, Audio88 & Yassin, Olga Bell, Jackie Lynn, Bob Dylan, Róisín Murphy, Mourn, Chance The Rapper, Michael Kiwanuka, 18+, Stabil Elite, Jack & Amanda Palmer, Globelamp. Idris Ackamoor & The Pyramids, Family 5, Die Krupps, Sumac, Cassy, Swans, Red Hot Chili Peppers, Bat For Lashes, The Avalances u.v.a.

Present Shocks – Elektronische Musik zur Zeit mit Kristoffer Cornils
Death In Vegas, Asda, Matthew Herbert, Virginia

Gegenwartskunde – Popwelt mit Klaus Walter
Christian Naujoks, Drake, Carl Oesterhelt & Johannes Enders

Punchzeilen – Rap mit Marcus Staiger
SXTN, Frauenarzt, Texta

Odyshape – Selten gehörte Musik mit Joachim Ody
Matthew Collings, Rhys Chatham, Joanna Brouk

XXX – Von Diedrich Diederichsen
Sylvester, Decoder – Ensemble für Aktuelle Musik

Filmkritiken
High-Rise, Toni Erdmann, Censored Voices

Buchkritiken
Christian David – Pop macht Angst. Über Popkultur, Kate Tempest – Worauf Du Dich Verlassen Kannst, Didier Eribon – Rückkehr nach Reims

SPEX CD 132
ZUSAMMENSTELLUNG: Daniel Gerhardt

1. The Julie Ruin – »I Decide«
2. Audio88 & Yassin – »Halleluja«
3. JaKönigJa – »Emanzipation Im Wald«
4. Jackie Lynn – »Alien Love«
5. Olga Bell – »Randomness«
6. Alexis Taylor – »In The Light Of The Room«
7. Let's Eat Grandma – »Eat Shiitake Mushrooms«
8. Mitski – »Happy«
9. Róisín Murphy – »Ten Miles High«
10. Stabil Elite– »Zeitzonen«
11. Terry – »D'ont Say Sorry«
12. Globelamp – »The Orange Glow«

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