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Spex Nr. 374 - Gorillaz (Mai/Juni 2017) - inkl. Spex CD #137

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Groove Ausgabe Juli/August 2016 Vinyl Special

 

Beschreibung

Details

SPEX No. 374, die Mai/Juni-Ausgabe 2017 – inklusive der SPEX-CD 137 mit zwölf Titeln –, Weitere Informationen, Ergänzungen sowie ausgewählte Texte auf www.spex.de.

TITEL

GORILLAZ
Widerstehen der Wirklichkeit
Text – Tobi Müller
Interviews – Arno Raffeiner
Fotografie – Axel Hoedt / Textile Collage Dr Noki

Wir leben in einer Welt, in der harte Fakten oft keinen Pfifferling wert sind. Und in der die Gorillaz, eine der Legende nach von Musiker Damon Albarn und Comiczeichner Jamie Hewlett erdachte fiktive Band, drauf und dran sind, ihre Sternstunde zu erleben. Ihr fünftes Album Humanz bietet den derzeit besten Anlass, um Kunst gegen alle Realismusimperative als Möglichkeitsraum zu behaupten und zu verteidigen. SPEX fragte direkt bei den Bandmitgliedern 2D, Murdoc Niccals, Noodle und Russel Hobbs nach: Was heißt hier fake?

MUSIK

Mac DeMarco: Den Weltfrieden herbeifurzen
Text – Daniel Gerhardt
Fotografie – Sibilla Calzolari
Wenn es irgendwo so aussieht, als hätten 500 Sextouristen einen Indie­club gestürmt, findet dort wahrscheinlich ein Konzert von Mac DeMarco statt. Mit überzeugtem Arbeitsethos und überzeugendem Slackertum ist der kanadische Songwriter in den letzten drei Jahren zu Stilikone, Klassenclown und Superstar für alternativ angehauchte Popfans aufgestiegen. Man kann ihn unmöglich doof finden. Man kann sich aber fragen, was da eigentlich los ist.

LAURIE ANDERSON: „Glück ist die Fähigkeit, nicht bei jeder Kleinigkeit durchzudrehen“
Text – Arno Raffeiner
Fotografie – Kevin Fuchs
Vielleicht ist alles um uns nur Fiktion. Laurie Anderson fände das gar nicht so schlimm. Die New Yorker Musikerin, bildende Künstlerin und größte Geschichtensammlerin seit den Gebrüdern Grimm hat den Ort für ihre Kunst immer im Dazwischen von akribischer Beobachtung und Imagination gefunden. Fakt ist: Im Juni feiert Anderson ihren 70. Geburtstag. Im März trat sie zum Abschluss des Medienkunst­festivals Transmediale in Berlin auf. Dort erzählte sie von Protestmärschen und Meditation, von Gummibandmusik mit Brian Eno und den beiden glücklichsten Menschen auf Erden.

FUTURE ISLANDS: 10.000 Hände in der Luft, und alle weinen
Text – Michael Döringer
Fotografie – Dawin Meckel
Wenn eine Gruppe für ihre sensationellen Live­-Qualitäten gelobt wird, ist Vorsicht geboten. Future Islands entflammen ihr Publikum aber nicht mit Pyro­-Geprotze, sondern mit der großen Kunst tanzbarer Herzschmerzhymnen. Keine Synthpop-­Band der letzten zehn Jahre hat weniger darauf gegeben, musikalisch irgendetwas voranzutreiben, und damit mehr erreicht. Warum das Trio aus Baltimore eine Art Freifahrtschein zum Erfolg besitzt, kann man auf dem neuen Album The Far Field hören. Es geht wieder mitten hinein in den süßen Gefühlsschlamassel.

WOLFGANG TILLMANS: Im Schein der LED-Sonnen
Text – Arno Raffeiner
Fotografie – Till Janz
Einer der bedeutendsten bildenden Künstler dieser Tage macht jetzt auch Musik. Nicht nur für die Intros und Outros von Frank-­Ocean-­Alben, sondern auch für eigene Platten und Konzerte. Und er macht politische Kampagnen: Wolfgang Tillmans setzt sich exponiert wie wenige andere Kulturschaffende für ein offenes Europa ein. Im März setzte er sich im Rahmen einer großen Ausstellung in London auch ans Keyboard und forderte in einem alten Öltank dazu auf, für die eigenen Rechte zu kämpfen. SPEX besuchte den Auftritt, sah die Musik, lauschte den Bildern.

SERPENTWITHFEET: Keine Fliege im Raum
Text – Sonja Matuszczyk
Fotografie – Alexander Straulino
Das Paradies hat er sich vorsorglich auf den Kopf tätowieren lassen. Schließlich ist er alles andere als ein Heiliger: Josiah Wise, ehemaliger Chorknabe, nur knapp verhinderter Opernsänger und Vollzeitsinnsucher, hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Gospel alle Frommheit auszutreiben und den alten Gangster­geschichten jeden Anflug von Romantizismus. Wise befreit Black Power von ihren eigenen Klischees, schonungslos direkt, mit schwindelerregendem Vibrato. Und Toni Morrison gibt ihren Segen.

FEIST: „Es sind Schnappschüsse eines Gefühls"
Text – Annika Reith
Illustration – Patrick Klose
Ihr Song „1234“ machte Leslie Feist zu everybody's darling des charmant­ sonderbaren Indierocks. Ein Apple­-Werbespot war daran nicht ganz unschuldig. Das zurückhaltende Album Metals von 2011 stellte aber klar, dass Wachstum und Erfolg keine relevanten Kriterien für die kanadische Musikerin sind. Wichtiger: sich Zeit nehmen – für das eigene Wohlergehen, für Freunde – und dabei selbst ein bisschen aus der Zeit fallen. Nun veröffentlicht Feist ihre bislang rock­affinste Platte: Pleasure pendelt zwischen Singer­Songwritertum und Kettensägengitarre, emotional doppeldeutig wie ein Kippbild.

THUNDERCAT: Sechs Saiten Trost
Text – Fatma Aydemir
Fotografie – Andreas Lux
Übersänger, Überbassist, Überkatze: Zwischen gediegenem Jazz-­Muckertum und der vernebelten Elektronik des Labels Brainfeeder hat Stephen Bruner eine Nische für sein Projekt Thundercat gefunden. Nach Flying Lotus standen Suicidal Tendencies, Erykah Badu, Kendrick Lamar und Kamasi Washington Schlange: In Kalifornien kommt derzeit ohne Bruners dick beringte Fingerfertigkeit niemand mehr klar. Unter dem Türkis-­Bling­-Bling steckt aber auch viel Feingefühl: für Miezen, Murmeltiere und Tränen auf der Bühne.

BOB DYLAN: Schwanengesang des Trostes
Text – Max Dax
Illustration – Patrick Klose
Er sei Protestsänger und solle sich gefälligst wie ein solcher zu Wort melden: klar und deutlich. Das bekommt Bob Dylan seit Anfang seiner Karriere zu hören. Meist in einem vorwurfsvollen Tonfall, der jetzt wieder akuter wird, da sich das politische Klima verschärft, während der nobelpreis­gekrönte Nuschelmeister alte Radiostandards interpretiert. Aber schwingt da nicht etwas in dieser Stimme, das den buchstäblichen Gehalt der Worte transzendiert? Das, so grimmig wie zärtlich, von anderen Wahrheiten kündet?

Vorspiel für MARCEL DETTMANN & BEN KLOCK: „Wir dürfen alles. Wenn's passt, passt's"
Text & Musikauswahl – Ulrich Gutmair
Fotografie – Alexander Straulino
Es wird viel gelacht beim Treffen mit Marcel Dettmann und Ben Klock. Die zwei Freunde haben nicht nur beim Machen, sondern auch beim Hören von Musik ihren Spaß. Von Anfang an verkörpern sie als professionelle Vorspieler und Residents den Sound des Berg­hains, vor kurzem ist eine gemein­same Doppel-­EP erschienen, die 100. Veröffentlichung von Ostgut Ton. Bei der SPEX­-Musikauswahl stoßen Dettmann und Klock auf mixed emotions, wundern sich immer noch über Mussolini, finden aber auch Wege zur Entspannung.

EINKLANG
Neues aus Musik, Film & Kunst

Mit: Pixx, Noga Erez, Sneaks, Roland TR-808, Alien: Covenant, Lauter Bäumen, Gimme Danger, PWR BTTM, Jakob Lena Knebl

POPKULTUR / GESELLSCHAFT

TWIN PEAKS: Hoch die Untertassen!
Text – Thomas Hübener
Kunst – David Lynch
Die Mutter aller Mystery­-Serien kehrt zurück: David Lynchs Twin Peaks wird 27 Jahre nach Beginn der Saga mit einer dritten Staffel fortgesetzt. Nach dem Studium eines Dossiers aus alternative facts von Drehbuchautor Mark Frost und eingehender Betrachtung der Zeichnungen und Gemälde von Regisseur und Gesamtkünstler Lynch lässt sich aus dem damn good Kaffeesatz aller Indizien herauslesen, wohin die metaphysische Reise ans Ende der Nacht gehen könnte. Ins Dunkel? Zum Licht? Auf jeden Fall zu jenseitig gutem Kirschkuchen.

MARK FROST: „Orwell würde sich umbringen“
Text – Thomas Hübener
Kunst – David Lynch
Überraschung: Der Mitschöpfer von Twin Peaks findet Schurken interes­santer als Moralapostel. Das macht den Schriftsteller Mark Frost aber noch lange nicht zum Fan schlecht frisierter Schattenwesen. Wir sprachen mit ihm über das Reich der Black Lodge, ein Land zwischen Fakt und Fiktion und den besten Comedian der USA.

LISA REIHANA: „Trampel nicht auf ihrem Mana rum!“
Text – Sonja Eismann
Vor 250 Jahren segelte James Cook von England nach Tahiti, um das Vorbeiwandern der Venus an der Sonne zu beobachten. Seine Aufzeichnun­gen prägen bis heute das schwülstige Bild einer von der Zivilisation unberührten, sexuell-libertären Südseeidylle. Lisa Reihana, die Neuseeland 2017 auf der Kunstbiennale in Venedig vertritt, hat sich diese Exotismen vorgeknöpft – mit einer 25 Meter langen, vier Meter hohen Videoprojektion, in der eine Schmucktapete zum Leben erweckt wird.

KOLUMNEN

Der Rote Planet
Robert Misik analysiert den Status Quo der modernen Linken
Über Niederlagen
ILLUSTRATION: Patrick Klose

Pofalte
Holger In't Veld schreibt über die Abgründe des täglichen Ernährungswahnsinns
Korrekt leben und Salami haben
ILLUSTRATION: Patrick Klose

Taxi für Rützel
Aus den Speakern der Droschke offenbart sich Anja Rützel die Welt
Neuer deutscher Männleinplunder
ILLUSTRATION: Patrick Klose

KRITIKEN

Album der Ausgabe: Ho99o9 United States Of Horror

Außerdem Rezensionen zu Arca, Actress, Slowdive, Blondie, Mount Eerie, Andrew Dominik, Sophia Kennedy, Thurston Moore, Mr. Mitch, Jlin, Girlpool, Joe Goddard, Perera Elsewhere, Arto Lindsay, Jamiroquai, !!!, Juana Molina, DJ Hell, Sóley, Jeff Mills, Carl Craig, Jane Weaver, Fazerdaze, Chino Amobi, Perfume Genius, Kreidler

Present Shocks – Elektronische Musik zur Zeit mit Kristoffer Cornils
Young Marco, Jan Schulte

Gegenwartskunde – Popwelt mit Klaus Walter
Roger Robinson, Bigga Bush, Total Reggae – Special Request

Punchzeilen – Rap mit Marcus Staiger
Bausa, Frauenarzt & Taktloss, Marteria

Odyshape – Selten gehörte Musik mit Joachim Ody
Faust, Bob Downes, Gigi Masin & Charles Hayward

XXXV – von Diedrich Diederichsen
Thomas Peter, 75 Dollar Bill, Joshua Abrams, Natural Information Society, Relay For Death, Pharmakon, Nakama, Agnes Hvizdalek

Filmkritiken
Denk ich an Deutschland in der Nacht, Der Traumhafte Weg, Song To Song

Buchkritiken
Daniel Clowes Patience, Mathieu Riboulet Und dazwischen nichts, Ingeborg Bachmann Male oscuro. Aufzeichnungen aus der Zeit der Krankheit

PERSPEKTIVE

BIS DER DATA ROT ALLES ZERBRÖSELT: Was von sozialen Medien vor dem Internet übrig bleibt
Text – Tilman Baumgärtel
Wie archiviert man Kommunikation? Wie bewahrt man mündige Medien­nutzung für die Nachwelt? Der Prosumer, jene von Bertolt Brecht erdachte Figur einer glorreichen Zukunft, ist heute Wirklichkeit – aber nur der Rede wert, wenn es um Produktion und Konsum von Hasskommentaren geht. Dass es Shitstorms nicht erst seit Social Media gibt, sondern schon bei den Neuen Sozialen Bewegungen nach 1968 heftig getrollt wurde, zeigt ein Blick auf die damaligen Guerilla­-Videokollektive. Sofern ihre Interaktion überhaupt den Sprung ins digitale Zeitalter geschafft hat.

SPEX CD 137
Zusammenstellung – Daniel Gerhardt
Fotografie – Karoline Kaemling

1. Sneaks – „Inside Edition“
2. Thundercat – „Friend Zone“
3. Noga Erez – „Dance While You Shoot“
4. Mac DeMarco – „On The Level“
5. Jlin – „Enigma“
6. Lauter Bäumen – „Streichel die Katze“
7. Kreidler – „Kannibal“
8. Juana Molina – „Cosoco“
9. Sóley „Grow"
10. Perera Elsewhere – „Happened“
11. Fazerdaze – „Little Uneasy“
12. Actress – „Visa“

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