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Spex Nr. 356 - Aphex Twin (Oktober 2014) - inkl. Spex CD #120

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Groove Ausgabe Juli/August 2016 Vinyl Special

 

Beschreibung

Details

SPEX N°356, die Oktober-Ausgabe 2014, – inklusive der SPEX CD 120 mit zwölf Titeln – ist ab sofort im SPEX-Shop erhältlich und ab Donnerstag, dem 18. September 2014, im Zeitschriftenhandel. Die aktuellen Abo-Prämien finden sich unter spex.de/abo/praemien. Weitere Informationen, Ergänzungen sowie ausgewählte Texte folgen in Kürze auf www.spex.de.

TITEL: APHEX TWIN
Ein Backup für Millionen
TEXT: Heiko Hoffmann 3D-VISUALISIERUNG: bloomimages

Man hätte nicht damit gerechnet, doch 13 Jahre nach Drukqs veröffentlicht Richard D. James tatsächlich noch mal ein neues Album unter dem Moniker Aphex Twin: Syro. SPEX traf den vielleicht wichtigsten musikalischen Grenzgänger der Neunziger zu einem exklusiven Gespräch in London.

POPKULTUR

CARIBOU: Geben und nehmen und tiefstapeln
TEXT: Arno Raffeiner FOTOS: Christoph Mack
Vor vier Jahren wurde Dan Snaith zum wohl unwahrscheinlichsten Popstar unserer Tage. Der nette Typ von nebenan lieferte mit Swim eines der Alben des Jahres 2010 ab und war selbst am meisten überrascht über den Zuspruch des Publikums. Jetzt will er die empfangene Liebe zurückgeben: Das neue Caribou-Album hat er nur für seine Fans aufgenommen, sagt Snaith. Wie die das nun finden und unter welchen Bedingungen Our Love entstanden ist, konnte SPEX bei einem Caribou-Auftritt in den Bergen von Wales und bei einem Hausbesuch in London überprüfen.

Schwerpunkt POP & DEPESSION
Gefühle des Ungenügens

TEXT: Greta Wagner
Das klischierte Idealbild des Künstlers – kreativ, autonom, flexibel – ist in neoliberalen Zeiten zur Hauptinspiration der Ökonomie geworden. Mit dem Euphemismus Burn-out bezeichnete Depressionserkrankungen sind gesellschaftliche Normalität.
Wahlverwandschaften N°4: SVEN REGENER VS. OLIVER POLAK: »Kunst ist ein großes Antidepressivum«
TEXT: Torsten Groß FOTOS: Christoph Mack
Auf den ersten Blick gibt es nicht viele Gemeinsamkeiten: Sven Regener veröffentlicht mit Element of Crime poetische Alben zwischen Chanson, Americana und Rock’n’Roll und hat mit den Herr-Lehmann-Büchern ein literarisches Universum erschaffen. Dem Stand-up-Comedian und Autor Oliver Polak gelang mit Ich darf das, ich bin Jude ein Bestseller. Neben der norddeutschen Herkunft eint die ungleichen Männer indes eine Faszination für die dunklen Seiten des Lebens, durchaus aus erster Hand: Polak hat seine Depressionserfahrungen und einen anschließenden Therapieaufenthalt soeben in dem Buch Der jüdische Patient verdichtet, Regeners Werk ist durchzogen von eben jenem Thema.
Die Geschichte von Kokos Psychose
TEXT: Kerstin Grether
Was die Qual einer psychischen Krankheit und die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Behandlungsformen für betroffene bedeuten können, weiß die Autorin, Musikerin und Popkulturschaffende Kerstin Grether sehr gut: sie hat vor vielen Jahren ihre beste Freundin in die Psychiatrie eingeliefert. Für SPEX schreibt sie die Geschichte auf.

ALT-J: Kürbis mit Doktortitel
TEXT: Michael Haacken FOTOS: Amos Fricke
Nach dem Gewinn des Mercury-Preises sind Alt-J gleich mit ihrem ersten Album im Pop-Establishment angekommen. Für die Zukunft erwartet ihr Publikum eine Mischung aus Radiohead’scher Entfremdungslyrik und der Stubenreinheit eines Zivildienstleistenden. Aber darauf hat die Band im Moment noch keine Lust.

Vorspiel für ZOLA JESUS: »Ich möchte nicht länger im Elfenbeinturm spielen«
TEXT & MUSIKAUSWAHL: Dennis Pohl FOTOS: Josie Simonet
Nika Roza Danilova ist verwirrt. Man hatte ihr nicht gesagt, dass kein gewöhnliches Interview zum neuen Zola-Jesus-Album Taiga geplant war. Leicht zerzaust sitzt die 25-Jährige in ihrer Seattler Wohnung, über Skype schicken wir ihr YouTube- und Soundcloud-Links, um ein transatlantisches Vorspiel umzusetzen. Nun nimmt sie erst mal einen kräftigen Schluck vom Morgenkaffee und freut sich, dass der erste Song von der schnelleren Sorte ist. Beides scheint seine Wirkung nicht zu verfehlen.

PERFUME GENIUS: Tage des Zorns
TEXT: Daniel Gerhardt FOTOS: Josie Simonet
Etwas ist erwacht im Songwriter Mike Hadreas. Nach Jahren des stillen Protests hat er Too Bright aufgenommen, die bisher selbstsicherste Platte seines Klavierlieder-Projekts Perfume Genius. Gern bemühte Vergleiche mit Antony hegarty erübrigen sich ab sofort. Im Mittelpunkt stehen die Wut und das Aufbegehren eines jungen schwulen Mannes, der keine Angst mehr hat vor den Leuten, die Angst vor ihm haben.

ICEAGE: Ich bin hier der Checker
TEXT: Hendrik Otremba
Iceage hätten sich nicht beschweren können, wenn sie längst abgeschrieben wären. Am Anfang ihrer Karriere kleidete die Kopenhagener Punkband ihre Musik mit uninformierter Symbolik und dümmlicher Provokation aus. Es war unnötig, es brachte keinem was, es war vor allem langweilig. Umso überraschender ist nun Plowing Into The Fields Of Love: Das dritte iceage-Album klingt dort, wo es wichtig ist, gereift. und überall sonst so stürmisch wie eh und je.

EINKLANG
Neues aus Musik, Kunst und Literatur

CLAP! CLAP!, PHARMAKON, ATA MACIAS, SHIRLEY, BENJAMIN BOOKER, OGOYA NENGO, HANS E. PLATTE

KOLUMNEN & SERIEN

WIE WIR LEBEN WOLLEN N°3: Zur Gegenwart des politischen Journalismus
TEXT: Robert Defcon & Max Dax
These: Der politische Journalismus befindet sich seit Beginn des Kriegs gegen den Terror in einer Krise. Der Verfall journalistischen Handwerks und der Vormarsch staatstragender Berichterstattung haben während des Ukraine-Konflikts einen neuen Tiefpunkt erreicht. ein Gespräch zur Zeit.

TAXI FÜR RÜTZEL: Bechereien und Schwadronagen
TEXT: Anja Rützel ILLUSTRATION: Patrick Klose

GOOD MORNING AMERICA: Danke dem lieben Gott für die Zahlen
TEXT: Steven Lee Beeber ILLUSTRATION: Patrick Klose

POFALTE: Verbotene Frucht
TEXT: Holger in’t Veld ILLUSTRATION: Patrick Klose

POPKULTUR

CHRISTIAN PETZOLD: »Das Unmögliche ist das Ziel aller Kinohelden«
TEXT: Anke Sterneborg FOTOS: Christian Werner
Seit Christian Petzold in Die innere Sicherheit die Nachwehen der RAF thematisierte, spürt er in seinen intimen Geschichten beharrlich dem deutschen Lebensgefühl nach und taucht dabei zunehmend tiefer in die Vergangenheit ein. Zuletzt lotete der Autorenfilmer in Barbara die DDR der Achtzigerjahre aus, nun wendet er sich mit Phoenix dem großen deutschen Trauma der nach­ Kriegsjahre zu. Einmal mehr ist ihm damit ein Film über deutsche Gespenster gelungen, der so unerbittlich wie zärtlich ist, so durchdringend wie luftig. SPEX sprach mit Petzold am Vortag der Beerdigung seines kreativen Partners und Freundes Harun Farocki, der am 30. Juli völlig unerwartet gestorben war.

Bilder, die die Welt bewegten: DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE, 1970
TEXT: Drehli Robnik

Filmkritiken
Heli, Under The Skin, The Cut

KIM GORDON: Kunst muss nicht alles können
TEXT: Daniel Gerhardt
Wenn es früher darum ging, den Laden auseinanderzunehmen, waren Sonic Youth ganz vorne mit dabei. Die Band wurde dann cool und zur Institution, und schließlich musste sie sterben, aber in der bildenden Kunst von Kim Gordon erfährt der Geist ihrer ungestümen Jugend inzwischen eine unvorhergesehene Auferstehung. Im Herbst sind einige von Gordons Gemälden teil der Ausstellung Ordinary Freaks in Graz. Darin geht es um den einzug der Coolness in die Popkultur – und immer auch um Dinge, an denen sich die Kunst nur verheben kann.

FLORINE STETTHEIMER: Konsumrauschballett in Candyfarben
TEXT: Esther Buss
Florine Stettheimer war bildende Künstlerin, Kostüm­ und Bühnenbildnerin, Poetin und Salonière der New Yorker High Society. Andy Warhol zählte zu ihren Fans, Marcel Duchamp zu ihren Förderern. Obwohl Stettheimer mit ihrer Vorliebe für zunächst trivial erscheinende Sujets eine Vorreiterin der späteren Pop Art war, wurde sie Zeit ihres Lebens unterschätzt. Nun findet eine längst überfällige Retrospektive im Münchner Lenbachhaus statt.

Schwerpunkt ÜBERSETZUNG ALS KULTURTECHNIK IM WANDEL DER ZEIT
Der Autor und Germanist Misha G. Schoeneberg hat in jahrelanger Kleinarbeit Songs von Leonard Cohen ins Deutsche übertragen. Ein Vorgang, der zunächst archaisch anmutet. Zwar war Pop stets auch Adaption angelsächsischer Vorlagen, nicht zuletzt in dieser Zeitschrift. Das Format der Übersetzung aber hat vor allem in der Popkultur der alten Bundesrepublik eine Rolle gespielt, wo mangels flächendeckender Fremdsprachenkenntnisse Übersetzungen das einzige Mittel waren, der breiten Bevölkerung einen Zugang zu Werken anderssprachiger Kulturen zu ermöglichen. Die Synchronisation von Filmen war damals Standard, und sogar Bands wie die Beatles spielten deutschsprachige Aufnahmen ihrer Hits ein, um den fremden Markt zu erobern. Aber gilt das noch in der digitalisierten Gegenwart, in der die Originalversion von Breaking Bad ebenso nur einen Klick entfernt ist wie die Thesen von Gilles Deleuze?
Import und Adaption
TEXT: Cord Riechelmann
Songtextkritik: LEONARD COHEN »One Of Us Cannot Be Wrong« / »Einer von uns muss sich irren«
TEXT: Wolfgang Müller
MISHA G. SCHOENEBERG über seine Cohen-Übertragungen: David mit der Harfe
TEXT: Torsten Groß

Literaturkritiken
Jörg Albrecht Anarchie in Ruhrstadt, Clemens Pornschlegel Nach dem Poststrukturalismus, Tao Lin Taipeh

Modegespräch mit EDWARD SEXTON: »Eine Krawatte muss ein eigenes Leben führen«
TEXT: Jacqueline Krause-Blouin FOTOS: Phil Dunlop
Der 72-jährige Edward Sexton ist der Maßschneider der Rock-Aristokratie und eine lebende Legende der Savile Row. Lennon, Jagger, Bowie – Sexton hat sie alle eingekleidet und den Stil des Swinging London entscheidend mitgeprägt. In Maßanzug und Lackschuhen empfängt der Mann, der einst Stella McCartneys Lehrmeister war, zum Afternoon-Tea in seinem Londoner Atelier.

KRITIKEN

Album der Ausgabe: KINDNESS Otherness

Julian Casablancas & The Voidz, Flying Lotus, Von Spar, The Juan McLean, Kele, The Juan MacLean, Sky Walking, SBTRKT, Bernholz, Karen O, Peaking Lights, Tony Allen, Laetitia Sadier, Death From Above 1979, Erlend Øye, Esben and the Witch, Chicks On Speed, Foxygen, Christopher Owens, Melvins, Anstam, Jamie T, Peter Licht, Sophie, She Keeps Bees, The Ting Tings, SHXCXCHCXSH, AnD, Kraftklub, Abwärts, Schlammpeitziger, Leonard Cohen, Neonschwarz

Werke XX – Willkürlich und anlassfrei zusammengestellt von Diedrich Diederichsen
Peter Brötzmann, Fred van Hove, Han Bennink, Stine Javin Motland, Morten J. Olsen, Hild Sofie Tafjord, Paul Bley, Urs Peter Schneider, Paul Baran

Odyshape – Selten gehörte Musik mit Joachim Ody
Wandlungen Unplump, Kiasmos, Richard H. Kirk

Gegenwartskunde – Popwelt mit Klaus Walter
Arthur Russell, Hieroglyphic Being, Sun Ra

Punchzeilen – Rap mit Marcus Staiger
Massiv, Olson, Lucki Ecks

Direct Cuts – Clubmusik mit Holger Klein
SCNTST, Bok Bok & Tom Trago, Kasper Bjørke

SPEX CD 120
ZUSAMMENSTELLUNG: Daniel Gerhardt

1. Kindness »World Restart« (feat. Kelela & Ade)
2. Element Of Crime »Liebe ist kälter als der Tod«
3. Zola Jesus »dangerous days«
4. Caribou »Our love«
5. Alt-J »Every Other Freckle«
6. Pharmakon »Autoimmune«
7. Von Spar »Chain Of Command«
8. Peaking Lights »Breakdown«
9. Esben And the Witch »No Dog«
10. Kele »Doubt«
11. The Juan MacLean »Charlotte«
12. Schlammpeitziger »Schneid ein Stück aus der Zeit«

PERSPEKTIVE

Lauter als der Krieg
TEXT: Ulrich Gutmair
Wie viel Normalität ist möglich im Angesicht des Wahnsinns? Pop hat in Israel automatisch eine politische Komponente, auch wenn er sich eigentlich eher unpolitisch gibt. Die Songs der israelischen Punk-Veteranen Killer Halohetet handeln vordergründig von Mädchen und Jungs, von Alkohol und Rockmusik. Tatsächlich aber geht es in der Musik der Band natürlich vor allem um eines: die Sehnsucht nach Normalität. Ein Besuch in Haifa.

*

Rückblende: JONNY GREENWOOD & The London Contemporary Orchestra There Will Be Blood
Dröhnen, Knarzen, Flirren, Bohren
TEXT: Florian Obkircher FOTO: Stuart Leech, Miramax & Park Circus

AUSKLANG Aus der Serie Hanoi View, 2014
Exklusiv für SPEX von von Annika kahrs & Nguyen Phuong-dan

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