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Spex Nr. 364 - Deutschland, mach Platz! - Refugees Welcome vs. Ausländer Raus (Oktober 2015) - inkl. Spex CD #127

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Beschreibung

Details

SPEX N° 364, die September-Ausgabe 2015 – inklusive der SPEX CD 127 mit zwölf Titeln –, ist ab sofort im SPEX-Shop erhältlich und ab Dienstag, dem 22. September 2015, im Zeitschriftenhandel. Die aktuellen Abo-Prämien finden sich hier. Weitere Informationen, Ergänzungen sowie ausgewählte Texte folgen in Kürze auf www.spex.de.

TITEL / SCHWERPUNKT

DEUTSCHLAND, MACH PLATZ!
FOTOS: Jonas Lindstroem
In der Hitze des Sommers 2015 zeigt sich einmal mehr das sogenannte hässliche Deutschland. Menschen, die alles hinter sich lassen mussten und von Tod und Verfolgung bedroht waren, wurden im vermeintlichen Paradies Europa bedroht und verfolgt. Jene, die hätten Stellung beziehen müssen, waren lange zu träge oder vielleicht noch im Urlaub. Manche hätten ohnehin besser dauerhaft geschwiegen, denn das heuchlerische Gefasel von der deutschen Willkommenskultur steht im krassen Gegensatz zu einem Europa, das sich zunehmend zu einem post-panoptischen Gefängnis entwickelt.

DEUTSCHLAND IM HERBST
TEXT: Torsten Groß
Die alten Recken der deutschen Popmusik marschieren einmal mehr gegen Rassismus und Ausgrenzung.

FATA MORGANA EUROPA
TEXT: Georg Seeßlen
Das »Flüchtlingsproblem« existiert nicht, es wird erzeugt. Gemessen an der Wirtschaftskraft, dem Wohnraum, den Nahrungsmitteln und sonstigen Versorgungssystemen in Europa wäre die Aufnahme der Menschen, die Schutz und Zukunft suchen, ein Leichtes. Für die Leute, die hier wohnen, scheint Europa ein Paradies zu sein, das sie, warum auch immer, nicht mit anderen teilen wollen. Doch für jene, die hinein wollen, ist Europa oft nur eine weitere Hölle.

GEWALT GEGEN GEWALT?
TEXT: Tino Hanekamp
Neonazismus und Rassismus sind kein exklusiv ostdeutsches Problem. Die Ausschließlichkeit, mit der in einigen ländlichen Gegenden in Sachsen und anderswo nationalistisches Gedankengut zum politischen Mainstream geworden ist, hingegen schon – und das nicht erst seit heute, wie die Jugenderinnerungen unseres Autors verdeutlichen.

»WAS IHR FÜR EINEN MEINER GERINGSTEN BRÜDER GETAN HABT, DAS HABT IHR MIR GETAN.« (Mt 25, 40)
PROTOKOLL: Torsten Groß
Omar ist 28, kommt aus Niger und lebt in Berlin. Seit seinem 15. Lebensjahr befindet er sich auf der Flucht oder in unsicheren Lebensumständen. Hier erzählt er seine Geschichte.

SOMMERMÄRCHEN VS. STACHELDRAHT
TEXT: Marcus Staiger
Unser Autor engagiert sich seit Jahren an der Basis und hat die Geschichte des Berliner Refugee-Protest-Camps am Oranienplatz von Anfang an miterlebt. Sein Apell: Wir müssen endlich die betroffenen Refugees in den Diskurs einbeziehen.

Wie wir leben wollen N° 9: Schlechtes Klima? Ab nach Lima!
TEXT: Bernadette La Hengst & Nick Nuttall
Klima? Da war doch mal was ... Ein wenig ist der Klimawandel in der öffentlichen Wahrnehmung zuletzt hinter anderen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen zurückgeblieben. Zu Unrecht: Der Klimaforscher und ehemalige Boyband-Sänger Nick Nuttall und die Musikerin Bernadette La Hengst, die sich auf ihrem neuen Album der Thematik widmet, erinnern an ein viel zu oft beiseitegeschobenes Problem, das nicht zuletzt eine wesentliche Ursache für weltweite Migrationsbewegungen ist.

POPKULTUR

NEW ORDER: »Wir dürfen unsere Musik nicht mal unseren Frauen vorspielen«
TEXT: Martin Hossbach FOTOS: Twinset Studio
Ein wenig bange war man schon: New Order ohne den Bassisten Peter Hook, geht das? Und ganz generell: Muss man überhaupt immer weitermachen? Ausgerechnet ihr neues Album Music Complete, das erste reguläre seit zehn Jahren und das erste überhaupt ohne Gründungsmitglied Hook, ist aber genau das geworden, was viele am wenigsten erwartet hätten: return to form, um Längen frischer als das eher uninspirierte Waiting For The Sirens’ Call von 2005. Wir trafen New Order südlich von Manchester.

JOHN GRANT: Tiefe Wälder, lichte Höhen
TEXT: Holger in’t Veld FOTOS: Claudia Rorarius
Nach einem mehrjährigen seelischen Martyrium scheint John Grant ein bisschen Frieden gefunden zu haben. Nachzuhören auf seinem bislang optimistischsten Album, Grey Tickles, Black Pressure. Wir trafen den Sänger und Songschreiber in Berlin.

JULIA HOLTER: Verwaschene Biografien
TEXT: Johannes von Weizsäcker FOTOS: Phil Dunlop
Wie ein verwaschenes Instagram-Foto, durch Filter gejagt und stets unkonkret, so klingt die Musik von Julia Holter auch auf ihrem neuen Album Have You In My Wilderness. Aus dem Ungefähren und dem Verwischten schöpft die Amerikanerin eine Wahrhaftigkeit, die dem in ihrer Heimatstadt Los Angeles populären Scheinbild von Liebe eine realistische Tiefe entgegensetzt.

WANDA: Volkslieder für alle
TEXT: Arno Raffeiner FOTOS: Irina Gavrich
Wanda sind nicht die letzte Rock’n’Roll-Band der Welt. Aber die erste, die die Welt mit Schönbrunnerdeutsch erobern will. Die den Jedermann mit Tschick, Schnaps und Schmäh von den Fesseln der Kontrollgesellschaft befreit – oder ihm zumindest bei den kleinen Grenzüberschreitungen behilflich ist. So besagt es der Mythos, den Wanda und ihr Umfeld um sich selbst geschaffen haben. Ein kleiner Lokalaugenschein bei dieser großen Schrammelsensation: im Brunnen und im Beisl in Wien.

JOANNA NEWSOM: Wir wissen nichts
TEXT: Daniel Gerhardt FOTOS: Astrid Salomon
Auf dem neuen Album von Joanna Newsom geht es um Raum, Zeit und Krieg, die Bestechlichkeit von Worten, Ideen und Erinnerungen sowie Vögel, die nach oben fallen – um nicht weniger als die Weltformel also. Einsam zieht die Komponistin, Sängerin, Harfenistin, Pianistin und (jetzt neu) Fachfrau für 13 verschiedene Synthesizer ihre Kreise, ein echtes Original, das bisher alle Eingemeindungsversuche des Popbetriebs zurückschlagen konnte. Als nächstes sind die Naturgesetze dran.

NOURA MINT SEYMALI: Flirrende Sandgeister
TEXT: Florian Sievers FOTOS: Jennifer Endom
Wüsten, so weit, dass sie schon wieder klaustrophobisch wirken: Mauretanien ist für viele ein weißer Fleck am westlichen Rand Afrikas. Von dort, also aus hiesiger Perspektive quasi aus dem Nichts, erklingt die große Stimme der Sängerin Noura Mint Seymali.

KURT VILE: Wasserverschwendung und andere schlechte Dinge
TEXT: Maximilian Sippenauer FOTO: Kim Jakobsen To
Auf mittlerweile sechs Alben hat sich Kurt Vile eine eigene Nische und Zeitrechnung in der Rockmusik erspielt. Mit B’lieve I’m Goin Down legt er eine weitere Platte vor, die eigentlich zu lang und zu träge sein müsste – aber doch jedem aufmerksamen Leser des Great American Songbook gefallen wird. Der Unterschied zu Dylan, Young und Springsteen? Eine Gleichgültigkeit, die erst dort aufhört, wo das Wohlsein seiner Familie beginnt.

BLACK METAL: Neue Masken
TEXT: Kristoffer Cornils ILLUSTRATION: Patrick Klose
Black Metal kommt nicht mehr aus Norwegen, sondern aus den USA. Er denkt anders, er klingt anders, er sieht anders aus. So zumindest präsentieren ihn die Indie-Presse und das Feuilleton. Großzügig wird die Geschichte des Genres fehlerhaft kolportiert, werden Verbindungen von Bands zu bedenklichem Gedankengut und deren noch bedenklicheren Vertretern übergangen. Dabei ist es nicht so, als gäbe es keine anderen Narrative oder Alternativen zur politischen Positionslosigkeit.

Vorspiel für ANTON CORBIJN: »Wenn ich Bono treffe, trägt er einen Bademantel«
TEXT UND MUSIKAUSWAHL: Tim Lindemann FOTO: Roman Goebel
Anton Corbijn wirft einen interessierten Blick auf die LPs, die in einem Berliner Hotelzimmer neben dem Grammophon stehen. Spontan gefällt ihm aus der überschaubaren Sammlung nur ein Album der Arctic Monkeys – eine der wenigen Bands, die er noch nicht porträtiert hat. Der einflussreiche Fotograf und Regisseur widmet sich in seinem neuen Film Life dem Leben von James Dean. Wir sprachen mit Corbijn über Robert Pattinson, Nelson Mandela und einsame Eisbären.

Songtextkritik: HELADO NEGRO: »Young, Latin And Proud«
TEXT: Daniel Gerhardt

 

EINKLANG
Neues aus Film, Kunst, Literatur und Musik

Mit Diät, Norman Ohler, Sicario, Alicja Kwade,Tarcar, Aïsha Devi, Dornik

KOLUMNEN

TAXI FÜR RÜTZEL: Hasch, Hasch, Ei-Du-Ei!
TEXT: Anja Rützel   ILLUSTRATION: Patrick Klose

POFALTE: Nicht ohne die Wolfsbohne
TEXT: Holger in't Veld  ILLUSTRATION: Patrick Klose

POPKULTUR

THE LOOK OF SILENCE: Ich habe dein Rezept
TEXT: Arno Raffeiner FOTOS: Christoph Mack (Porträts), Koch Media (Filmstills)
Mit The Act Of Killing rückte Joshua Oppenheimer ein Massaker im Indonesien der Sechzigerjahre ins globale Bewusstsein, über das bis dahin kaum gesprochen wurde. The Look Of Silence zeigt nun, wie Täter und Opfer aufeinandertreffen und vor allem die Stille sprechen lassen. Oppenheimers Dokumentationen, jede für sich unglaublich intensiv und wirkmächtig, verändern gerade den Umgang eines ganzen Landes mit seinem kollektiven Trauma. The Look Of Silence könnte das Schweigen endgültig brechen.

Wahlverwandtschaften N° 12: Hito Steyerl vs. Kassem Mosse »Presets sind Hardcore-Politik«
TEXT: Alexis Waltz FOTOS: Thomas Meyer
Factory Of The Sun
, Hito Steyerls Videoinstallation für die Kunstbiennale von Venedig, ist eine der aufsehenerregenden Arbeiten des vergangenen Kunstsommers. Weniger bekannt ist, dass die Musik dazu teilweise vom Leipziger House-Produzenten Kassem Mosse stammt. Wir gehen dieser Arbeitsbeziehung nach und versuchen herauszufinden, wo die Korrespondenzen zwischen ihrer kritischen Videokunst und seinen geheimnisvollen Clubtracks liegen.

VALIUM FÜRS VOLK: Vom Ärger mit ARD & ZDF
TEXT: Berthold Seliger FOTOS: Stephan Tillmans
Wundern Sie sich noch über Programme zur Sedierung der älteren Bevölkerungsschichten, schlecht kopierte Privatsenderformate und zunehmend unattraktivere Sendeplätze für die wenigen engagierten »Pflichtveranstaltungen« wie Monitor und Panorama – oder haben Sie den Fernseher längst abgeschafft? Wie auch immer Ihre Antwort ausfällt: Zahlen müssen Sie in jedem Fall.

Buchkritiken
Emily Dickinson– Sämtliche Gedichte, Thees Uhlmann – Sophia, der Tod und Ich, Ulrich Peltzer – Das bessere Leben, Miranda July – Der erste fiese Typ

Bilder, die die Welt bewegten: DER WEIßE HAI, 1975, Regie: Steven Spielberg
TEXT: Drehli Robnik

Filmkritiken
Imagine Waking Up Tomorrow And All Music Has Disappeared, Show Me A Hero, The Tribe

KRITIKEN

Album der Ausgabe: FEHLFARBEN Über ... Menschen

Außerdem Rezensionen zu Co La, Big / Brave, King Midas Soudn & Fennesz, Deerhunter, Willis Earl Beal, FKA Twigs, Guilty Simpson, Barbara Morgenstern, Jean-Michel Jarre, Flanger, Darkstar, Die Goldenen Zitronen, Der Bürgermeister Der Nacht, Ms. John Soda, The Arcs, Sandy Alex G, Naytronix, CocoRosie, Mykki Blanco (Various), Harmonia, Qluster, Mueller Roedelius, Roedelius & Muraglia, Youth Lagoon, She Has A Cold, Cold Heart, Rudimental, Disclosure, Helen

Werke XXVIII – von Diedrich Diederichsen
Simon James Phillips, John Chantler

Odyshape – Selten gehörte Musik mit Joachim Ody
Elliott Carter, Charles Ives, Wolfgang Mitterer, Isabel Mundry, Jorge E López, Max Richter

Gegenwartskunde – Popwelt mit Klaus Walter
μ20, Frank Witzel

Punchzeilen – Rap mit Marcus Staiger
Berlin Boom Orchestra, Onyx, Sido

Direct Cuts – Clubmusik mit Holger Klein
Soul / Love – 20 Years Compost Records, Benjamin Damage, Simoncino

SPEX CD 127
ZUSAMMENSTELLUNG: Daniel Gerhardt

1. Fehlfarben – »Untergang«
2. Joanna Newsom – »Sapokanikan«
3. John Grant – »Disappointing« (feat. Tracey Thorn)
4. Die Nerven – »Barfuß durch die Scherben«
5. Julia Holter – »Feel You«
6. Naytronix – »Mister Divine«
7. Noura Mint Seymali – »Tzenni«
8. Bernadette La Hengst – »Wem gehört die Parkbank«
9. Youth Lagoon – »Highway Patrol Stun Gun«
10. Ms. John Soda  – »Sirens«
11. Barbara Morgenstern – »Was du nicht siehst« ( feat. T. Raumschmiere)
12. King Midas Sound & Fennesz – »Loving Or Leaving«

Rückblende: 80 JAHRE TERRY RILEY / BOCHUM, RUHRTRIENNALE, 29.08.2015 Wenige Worte, wenige Noten
TEXT: Tim Caspar Boehme

Ausklang: DEUTSCHLAND MACHT PLATZ
www.spex.de/refugees-welcome

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