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Spex Nr. 365 - Studio Braun (Nov./Dez. 2015) - inkl. Spex CD #128

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Groove Ausgabe Juli/August 2016 Vinyl Special

 

Beschreibung

Details

SPEX N° 365, die November/Dezember-Ausgabe 2015 – inklusive der SPEX CD 128 mit zwölf Titeln –, ist ab sofort im SPEX-Shop erhältlich und ab Freitag, dem 30. Oktober 2015, im Zeitschriftenhandel. Ergänzungen sowie ausgewählte Texte folgen in Kürze auf www.spex.de.

TITEL

STUDIO BRAUN: Die Elbphilharmonie der Her
TEXT: Florian Sievers FOTOS: Jens Kaesemann
Sie fühlen sich wohl im Dazwischen: Unter dem Namen Studio Braun gießen die drei Actionfiguren Rocko Schamoni, Jacques Palminger und Heinz Strunk schon seit mehr als 20 Jahren einen aus Melancholie geborenen Humor in die unterschiedlichsten Formen, aktuell mit dem zweiten Album ihrer Kraftwerk-Persiflage Fraktus. Allerdings sind die Hamburger mitnichten ständig nur witzig, seit Neustem weht auch mal ein anderer Wind im Studio. Über dunkle Geister, aufgeblasene Binsen, Freundschaften im Tresor und, klar: Hamburg.

POPKULTUR

GRIMES: Eine Frau, die rettet
TEXT: Sonja Eismann FOTOS: Nicholas Maggio STYLING: Turner HAIR: Terri Walker
FeministischeLeitfigur, Fashion-Ikone, Poster-Girl: Spätestens seit ihrem Durchbruchsalbum Visions ist Grimes ein weibliches Indie-Role-Model. Über drei Jahre, also eine gefühlte Ewigkeit später, erscheint nun ihr neues Album Art Angels. Dass die 27-Jährige inzwischen von JayZs Managementfirma Roc Nation betreut wird, deutet auf ein maximal durchchoreografiertes Mainstream-Pop-Ereignis hin. Dabei ist Grimes ein Internet-Star im besten Sinne. Es ist ihr vollkommen egal, ob oder wann etwas so Altmodisches wie ein physisches Album erscheint, Kontrolle über ihr künstlerisches Material strebt sie nicht an.

Wahlverwandtschaften N° 13: ADRIAN SHERWOOD vs. KODE9: »Bass ist eine Sprache« 
TEXT: Florian Obkircher FOTO: Ronald Dick
Sie sehen Dub nicht als Musikstil, sondern als Kulturtechnik. Für sie ist Bass kein Frequenzbereich, sondern ein Kommunikationssystem: Adrian Sherwood und Steve Goodman. Ersterer erforscht seit 1980 mit so unterschiedlichen Musikern wie Lee Perry, The Slits und Nine Inch Nails unerschlossene Bereiche der Bassmusik, während Hyperdub-Gründer Goodman als einer der Geburtshelfer von Dubstep gilt – nicht zuletzt mit seinen eigenen Produktionen als Kode9. Wir trafen die Bassfetischisten in London.

ANNA VON HAUSSWOLFF: Der nächste Sonntag
TEXT: Kristoffer Cornils FOTOS: Tonje Thilesen
Im wahrsten Sinne des Wortes Gothic, per Abstammung mit dem Okkulten verwandt: Anna von Hausswolff macht Musik, die dem kapitalistischen Realismus der Transparenzgesellschaft zwar nicht entfliehen kann, sich zugleich aber nicht mit Realitätsflucht begnügt.

FEHLFARBEN & DIE NERVEN: Punktsieg außer Konkurrenz
TEXT: Thomas Vorreyer FOTOS: Christoph Mack
Ein Grauschleier liegt über diesem Land, auch 35 Jahre nach Monarchie und Alltag. Besser geworden ist nichts, nur die Art, wie man darüber singt, hat sich ein bisschen geändert: Fehlfarben schärfen auf ihrem neuen Album Über ... Menschen den Blick. Die Nerven hingegen sind auf Out mittendrin, wissen aber auch nicht so recht, wohin: »Keine Koordinaten, keine Witterung, kein Glanz.« Über die zwei besten deutschsprachigen Alben in diesem Herbst.

ONEOHTRIX POINT NEVER: Ich ist kein anderer
TEXT: Arno Raffeiner FOTOS: Louis Vignat
Der Archivar macht weiter. Versenkungsmusik, Werbemusik, Zahnarztpraxismusik – all das hat Daniel Lopatin bereits katalogisiert und in seine Wiederaufbereitungsanlagen gespeist. Auf seinem neuen Werk Garden Of Delete knöpft sich der New Yorker Musiker und Hobbypoststrukturalist jetzt das nächste abjekte Projekt vor: Rockmusik. Gerade im Kulturabfall, von dem andere den Blick reflexhaft abwenden, erkennt Lopatin das eigene Selbst. Und er wünscht sich, dass wir alle unsere Körper auf links drehen.

Vorspiel für SLAYER: »Wir sind zu laut? Wahrscheinlich«
TEXT UND MUSIKAUSWAHL: Martin Hossbach FOTO: Claudia Rorarius
Slayer haben den Bay-Area-Thrash-Metal miterfunden. Ihr Gitarrist und Songwriter Kerry Ray King, 51, gehört seit jeher zur Band, die gerade ihr 13. Album Repentless veröffentlicht hat. Im Foyer eines Berliner Hotels spielten wir ihm allerlei extreme Musik vor, während Mitarbeiter seiner Plattenfirma ihm minütlich aktualisierte Chartspositionen ins Ohr flüsterten.

EINKLANG
Neues aus Musik und Kunst

Mit Rabit, Lada Nakonechna, Black Wing, Ho99o9, Nadia Reid und Frankie Cosmos

KOLUMNEN

DER ROTE PLANET: Die Kaste
TEXT: Robert Misik  ILLUSTRATION: Patrick Klose

TAXI FÜR RÜTZEL: Das letzte Lied
TEXT: Anja Rützel  ILLUSTRATION: Patrick Klose

POFALTE: Klimaschutz durch Rohkost
TEXT: Holger in't Veld  ILLUSTRATION: Patrick Klose

POPKULTUR

THE DUKE OF BURGUNDY: Disziplinarszenarien
TEXT: Esther Buss
Was haben auf Nadeln gespießte Würfelfalter mit sadomaso­chistischem Begehren zu tun? Wie passt das Hochfrequenzschrillen der Gemeinen Maulwurfsgrille zu im Schaumbad blubbernden Dessous? Der britische Regisseur Peter Strickland hat die Antworten: In The Duke Of Burgundy erzählt er von Schmet­terlingen und von der Performativität der Liebe. Seit den Softcore­-Siebzigern war kein Film mehr so gefüllt mit flauschiger Wahrnehmungsintensität.

STEVE JOBS: Mac-Mini-Dramen
TEXT: Barbara Schweizerhof
Ein Arschloch in drei Akten: Der Spielfilm Steve Jobs zeigt den Apple­-Guru als einen Menschen, der vor allem durch Gefühlskälte, Berechnung und Größenwahn fasziniert. Noch beeindruckender als diese klassischen Tugenden sind nur das genial simple Drehbuch von Aaron Sorkin und ein unablässig quasseln­der Michael Fassbender in der Hauptrolle.

CHRISTIAN FALSNAES: »Ohne dich gibt es kein Werk« 
TEXT: Annika Reith FOTOS: Christian Werner
Ein junger, akkurat gekleideter Mann bewegt sich flink durch einen weißen Raum voller Menschen. Er brüllt: »Fangt an zu malen! Jetzt! Konzentriert euch! Wer sind wir?« »El­ix­ir« antwortet die Gruppe artig und zeigt dazu den kurz vorher einstudierten Gruppengruß, bevor alle auf Befehl zu jubeln anfangen. Manche kichern, aber die meisten sind mit eifrigem Ernst dabei, als sie die Aufforderung erhalten, eine der Wände mit Stichsägen und Fußtritten zu zerstören.

FRANK WITZEL: »Die RAF hat mir meine Hippie-Glückseligkeit gestohlen« 
TEXT: Dennis Pohl FOTOS: Ramon Haindl
Mit Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969 gelang Frank Witzel der literarische Überraschungscoup des Jahres. Für das in seiner Maßlosigkeit einzigartige Romankonstrukt wurde der Autor mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Wir trafen Witzel wenige Tage vor der Bekanntgabe des Preisträgers in seiner Wohnung in Offenbach.

FRANKFURTER BUCHMESSE: Von der Todessehnsucht des Literaturbetriebs
TEXT: Sebastian Guggolz 
Auf der Frankfurter Buchmesse feiert die Branche sich selbst. Preisverleihungen und Spiegel­-Bestsellerlisten bilden indes lediglich die Spitze eines gigantischen Bergs von Buchveröffentlichungen ab, von denen die Mehrzahl schockierend wenig verkauft. Dutzendware, schlecht geschriebene, schlampig produzierte und billig verkaufte Bücher nehmen einen großen Teil des Gesamtum­satzes ein. Zeiten der Krise also – in denen unser Autor offenbar dem Wahnsinn anheim gefallen ist: Er hat einen Buchverlag gegründet.

MORRISSEY: Penis gegen Schwert
TEXT: Uwe Schütte ILLUSTRATION: Patrick Klose
Eben hat er seinen Abschied von englischen Bühnen verkündet, nun tritt Morrissey in einer neuen Rolle ins Licht: Der Mann, dessen Eskapaden der vergangenen Jahre exzentrisch zu nennen ein maximales Understatement wäre, hat seinen ersten Roman veröffentlicht und dafür vernichtende Kritiken kassiert. Zu Unrecht.

Buchkritiken
Andy Bennett / Steve Waksman – The Sage Handbook Of Popular Music, Philip Mirowski – Untote leben länger, Bernard Sumner – New Order, Joy Division und Ich

Bilder, die die Welt bewegten: EXIT ... NUR KEINE PANIK, 1980, Regie: Franz Novotny
TEXT: Drehli Robnik

Filmkritiken
Eisenstein in Guanajuato, Bridge Of Spies, Riverbanks

KRITIKEN

Album der Ausgabe: LITTLE SIMZ A Curious Tale of Trials + Persons

Außerdem Rezensionen zu The Schwarzenbach, Janet Jackson, Kelela, Floating Points, El Vy, Laurel Halo, A Tribe Called Knarf, Protomartyr, Parquet Courts, Lana Del Rey, Beat Happening, Sophie, Autre Ne Veut, Majical Cloudz, My Disco, Neon Indian, DJ Paypal, Hieroglyphic Being, Thighpaulsandra, Group A, Vert, Heither Leigh, On+BRR, Ryan Adams, Anthony Child, Philip Jeck

Werke XXIX – von Diedrich Diederichsen
Made To Break, Dikeman Noble Serries Trio, Post Office, Gabriel Ledoux, Aksak Maboul

Odyshape – Selten gehörte Musik mit Joachim Ody
Keith Rowe, John Tilbury, The Necks, Senking

Gegenwartskunde – Popwelt mit Klaus Walter
Dear Janet, Bill Wells & Friends

Punchzeilen – Rap mit Marcus Staiger
Credibil, Fatoni, Gzuz

Direct Cuts – Clubmusik mit Holger Klein
Oskar Offermann, February & Mars, Erosion Flow, Martyn

SPEX CD 128
ZUSAMMENSTELLUNG: Daniel Gerhardt

1. Roots Manuva – »Hard Bastards«
2. Beat Happaning – »Foggy Eyes«
3. Neon Indian – »Annie«
4. Fraktus – »Schaumstoff Sinfonie« (Demoversion)
5. Kode9 – »Holo«
6. My Disco – »Careless«
7. Anna von Hausswolff – »Evocation«
8. Vert – »All This Light«
9. A Tribe Called Knarf – »Die Nacht (Eine Maschine mit Fehlern«
10. The Schwarzenbachs – »Gesicht freihändig«
11. Nadia Reid – »Call The Days«
12. Floating Points – »Nespole«

PERSPEKTIVE: Von Ost nach West – Pussy Riot in Dismaland
TEXT: Christoph Braun FOTOS: Ralf Schmerberg
Für die Moskauer Konzeptkünstlerinnen Pussy Riot stand das Jahr 2015 im Zeichen des Neubeginns. Hatten Nadeschda Tolokonnikowa und ihre Crew bereits ein Jahr zuvor die Stiftung Zona Prava und das Medienhaus Media Zona gegründet, zeigten sie sich nun verstärkt in der westlichen Öffentlichkeit. Ende September führten sie eine Polit-Performance auf, mit der sie Banksys Anti-Vergnügungspark Dismaland im englischen Weston-super-Mare feierlich zu Grabe trugen. Wir begleiteten die Künstlerinnen dabei.

Rückblende: TADAEX FESTIVAL, TEHERAN Lernen fürs Überleben 
TEXT: Annika Henderson

Ausklang: GRIMES
exklusiv für SPEX von Plasticgod

SPEX Leserpoll 2015 – jetzt abstimmen!
Start: 30. Oktober
Teilnahmeschluss: 21. November
www.spex.de/leserpoll2015

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