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Spex Nr. 371 - Frank Ocean (Nov./Dez. 2016) - inkl. Spex CD #134

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Groove Ausgabe Juli/August 2016 Vinyl Special

 

Beschreibung

Details

SPEX No. 371, die November/Dezember-Ausgabe 2016 – inklusive der SPEX-CD 134 mit zwölf Titeln – Weitere Informationen, Ergänzungen sowie ausgewählte Texte auf www.spex.de.

TITEL

FRANK OCEAN: Heul weiter, leiser Verführer
FOTOGRAFIE: Wolfgang Tillmans
Er ist der Typ mit der Hand am Schaltknüppel. Unter den großen Querköpfen und Egomanen des aktuellen Pop-Mainstreams ist er der Künstler, der sich den größten Freiraum von allen erkämpft hat. Frank Ocean ist: Enigma, Rollenmodell, Männer liebender Soulsänger, Autonarr und, selbst wenn er sie durch eine Micky-Maus-Talkbox schickt, eine der wichtigsten Stimmen unserer Zeit schlechthin. Aus Oceans seit Jahren erwartetem neuen Album wurden gleich zwei. Als exklusive Zugabe präsentierte er ein 366 Seiten starkes Automagazin und gab allen hippen Heimwerkern eine Video-Bastelanleitung für den „Stairway To Heaven 2016“. Wir haben uns mit dem Werk dieser unfassbar bleibenden Persona beschäftigt: mit nachdenklichen Rennfahrern, Möglichkeitsmenschen und dem Geheimnis hinter der großen Pop-Sphinx.

Mann mit ohne Eigenschaften
TEXT: Jennifer Beck
Es ist kompliziert. Deswegen mögen wir Garantien, brauchen wir Garantien. Frank Ocean garantiert für nichts. Name, Alter, Haarfarbe, Geschlecht – er zeigt, dass Identität auf Löschpapier getippt wird. Trotzdem ist seine Musik aktuell der Kompass, der die Richtung vorgibt. Warum klammern wir uns an diesen menschlichen Vaporizer? Vom Versuch einer Selbstauflösung.

Schwule Ferraris
TEXT: Tom Holert
Frank Oceans Magazin Boys Don’t Cry ist voll davon: Rennwagen. Sie sind die krass aufgebrezelte Travestie eines Symbols einst ungebrochener Männlichkeit. Ocean zeigt die libidinöse Kopplung Mann-Motor gewissermaßen in drag. Einige Gedanken zur besonderen Beziehung zwischen Künstler und phallischer Maschine.

MUSIK

YOUNG THUG, DANNY BROWN, CAKES DA KILLA: Gender Gangster
TEXT: Sonja Matuszczyk
Die Zeiten des hypermaskulinen Geposes sind vorbei. Rap etabliert graduell neue, fluidere Darstellungsformen von Männlichkeit. Als black dandies und queere Gangster zeigen etwa Young Thug, Danny Brown und Cakes Da Killa, wie Stilsignale nicht nur Gendergrenzen verschwimmen lassen, sondern angesichts der Ereignisse von Charlotte oder Ferguson auch zum Mittel politischer Subversion werden. Wird jetzt auch noch 2Pac schwul?

DEVENDRA BANHART: Antibeschleunigungsmantras
TEXT: Dennis Pohl FOTOGRAFIE: Christian Werner
Transzendieren. Das war und ist die große Leidenschaft von Devendra Banhart. Aber auch: konservieren. Auf seine einstigen Errungenschaften lässt der Folkmusiker nichts kommen. Er bleibt dabei: Hektik ist ihm ein Graus, Erneuerung kratzt ihn nicht, der Kampf der Geschlechter ist was für Kindsköpfe. Banharts Weltformel kommt ganz ohne Mathematik aus: leiser, zarter, langsamer.

NICOLAS JAAR & ALFREDO JAAR: Woher kommt die Sonne?
TEXT: Alexis Waltz FOTOGRAFIE: Evelyne Meynard
Paul & Stella McCartney, Billy Ray & Miley Cyrus, Lena Dunham & ihre Mutter Laurie Simmons: Immer wieder tauchen im aktuellen Kulturgeschehen Eltern-Kind-Konstellationen auf. Der Konzeptkünstler Alfredo Jaar ist der Vater des Musikers Nicolas Jaar, der mit heruntergepitchten Beats und hochemotionalen Songs ein äußerst einflussreiches Hybrid zwischen Elektronik und Pop erschaffen hat. Für SPEX gaben Vater und Sohn erstmals ein gemeinsames Interview.

Wahlverwandtschaften No. 16 – RICHARD HELL VS. ALGIERS: „Dieser perverse Impuls, gewalttätig zu sein“
TEXT: Ulrich Gutmair FOTOGRAFIE: Andy Kania
Er erfand den Sicherheitsnadel-Look, als Punk noch gar keinen Namen hatte. Richard Hell war in den Siebzigerjahren Bassist bei Television, spielte später mit The Voidoids und inspirierte von New York aus Malcolm McLaren und die Sex Pistols. In den Achtzigern sattelte er um auf die Schriftstellerei. Hells Erbe verbinden Franklin James Fisher und Lee Tesche von der Band Algiers nun mit der Urkraft des Gospel und klingen dabei so elektrisierend wie kathartisch. Das­ Treffen­ der­ Generationen­ findet­­ am­ Morgen­ nach­ einer­ Hell-­Lesung und einem Algiers-Konzert in Berlin-Neukölln statt. Alle sind auf dem Sprung: Algiers müssen weiter nach Dresden, Hell will zur Berliner Mauer.

BON IVER: Das Wisconsin-Kettensägen-Massaker
TEXT: Daniel Gerhardt
Was macht die schönste Kopfstimme der Welt, wenn ihr nach Schreien zumute ist? Wohin flüchtet das Gesicht einer Band, die gern gesichtslos wäre? Und wie nimmt diese Band ihr neues Album auf? Erstens: mehr Auto-Tune. Zweitens: nach Südeuropa. Drittens: mit der Kettensäge. Vorortbetrachtungen zu 22, A Million, dem dritten Album von Bon Iver – aus Justin Vernons sprichwörtlichem Vorgarten und der tatsächlichen Garage von Erich Honecker.

TERRY RILEY: „Es geht nicht darum, wer oben ist“
TEXT: Arno Raffeiner FOTOGRAFIE: Barbara Dietl
Spielen war ihm immer wichtiger als Schreiben. Terry Riley, einer der Väter der Minimal Music, versenkt sich tagtäglich in die Tiefe des Klangs und geht auch mit 81 Jahren noch auf Tour. Als SPEX in Berlin an seine Hoteltür klopft, hat er noch Schlaf im Ohr – und den Guten-Morgen-Drone, zu dem er sich wachsingt. Wer man denn sei und was man wolle, fragt Riley. Der genaue Zeitpunkt des seit Wochen verhandelten Interviewtermins wurde ihm nicht mitgeteilt. „Aber wenn Sie schon mal da sind ...“, sagt er gelassen, dreht das Dröhnen ab und lächelt.

Vorspiel für TORTOISE: »Als würden die Dinge in ihrer eigenen Sphäre existieren«
TEXT & MUSIKAUSWAHL: Michael Döringer FOTO: Marlen Müller
Tortoise sind als Postrock-Pioniere in die Musikgeschichte eingegangen. Ihr Album Millions Now Living Will Never Die von 1996 gilt als Meilenstein des Genres, seither erkundet die fünfköpfige Band aus Chicago immer wieder neue Wege durch die eigene Ästhetik. Auf einer abgerockten Couch im Berliner Club Berghain ergänzen Drummer John McEntire (mit Punkrock aufgewachsen) und Gitarrist Jeff Parker (astreiner Jazz-Background) ihre Sätze so erfahren und punktgenau, wie man ihre Interaktion auch von der Bühne kennt: Gegenpole, die in allen musikalischen Fragen produktiv zusammenfinden.

EINKLANG
Neues aus Musik, Film, Literatur und Mode

Mit Arrival, Carla Dal Forno, Bruce Springsteen, GmbH, Johnny Marr, Friends Of Gas, Trust Punks, Brian Wilson, Katie Gately

POPKULTUR / GESELLSCHAFT

MARCEL BEYER: Den Spuren ins Nirgendwo folgen
TEXTE: Max Dax FOTOGRAFIE: Claudia Rorarius
In Marcel Beyers Roman Flughunde aus dem Jahr 1995 nimmt ein Ton­techniker die Stimmen von Joseph Goebbels’ Kindern im Führerbunker auf. Der Widerhall deutscher Geschichte ist ein zentrales Thema im Werk des Romanciers und Lyrikers, der im November die renommiertes­te Auszeichnung des deutschen Literaturbetriebs erhält, den Georg­-Büchner-­Preis. Zur Zeit, als Flughunde erschien, schrieb Beyer auch regelmäßig für SPEX. Nun spricht er über seine besondere Beziehung zu Sprache und Nichtsprache, erzählt von seiner Vorliebe für Wörter­bücher und Gauner und macht greifbar, was das ist: eine literari­sche Stimme.

ULAY: Maximale Instant-Art
TEXT: Katharina Cichosch
In seinen Performances begibt sich Ulay auf die Suche nach sich selbst. Mögliche Fundstücke: subversiver Künstler, Strumpfhosen­träger, früherer Partner von Marina Abramovic. „Ich bin eigentlich zu jung, um eine Retrospektive auf die Beine zu stellen“, kommentiert er seine Ausstellung in der Frankfurter Schirn. Mit 72 Jahren ist es seine erste große Überblicksschau überhaupt.

NEUE ALTE MÄNNERMODE: Die Liga der beständigen Gentlemen
TEXT: Fabian Hart
Vestimentäre Geschlechtergrenzen sind auf den Laufstegen der Fa­shion Weeks und in Werbekampagnen von Modeketten momentan durch­ lässiger denn je. Aber auch wenn Genderfluidität und Unisex im Mode­Mainstream angekommen sind, eine Konsensfähigkeit besteht weiterhin nicht. Vielen Modeexperten scheint eine Rückbesinnung auf tradierte Männerbilder und das Einhalten von klassischen Dresscodes als Anker in einer Welt des (geschlechtlichen) Kon­trollverlusts. Der Modejournalist Fabian Hart hat sich umgehört und die herrenmodische Orientierungshilfe Men And Style von David Coggins konsultiert.

JIM JARMUSCHS PATERSONDichter und Loser säumen seinen Weg
TEXT: Barbara Schweizerhof
Wenn Jim Jarmusch Busfahrer, Schachspieler und Bulldoggen filmt, darf man davon ausgehen, dass sie verborgene Talente besitzen. Die Frage ist nur, ob man ihre Talente auch wahrnimmt. Jarmuschs Helden sind so spektakulär unspektakulär wie die Kleinstadt, in der sie leben: Paterson, New Jersey. Der nach ihr benannte Film ist ein Loblied auf die Banalität, komponiert aus Schattierungen der Uner­heblichkeit und wunderbar modulierter Unsicherheit. Und er nutzt, im wörtlichen Sinne, die Leinwand als Raum für Beschreibung. So poetisch war Jarmusch noch nie.

Wie wir lesen wollen No. 1 – THOMAS MEINECKES SelbstZwischen dem Nicht-mehr und dem Noch-nicht
Es ist soweit. Der Mann stülpt die Künstlichkeit seiner Maskulinität von innen nach außen und hebt sie performativ hervor – und sei es nur durch einen ollen Holzfällerbart. Die Zeitdiagnose stammt aus Selbst, dem neuen Roman von Thomas Meinecke, einem „Postgender-Liebesreigen“ (Suhrkamp) rund um eine WG in Frankfurt am Main. Die Diagnose trifft natürlich auch auf das Buch zu. SPEX bringt einen Abdruck voller Selbsterkenntnis.

PERSPEKTIVE
Columbine-Kids – Wenn die Schrotflinte lächelt

TEXT: Kristoffer Cornils
Es war das erste Massaker seiner Art im Zeitalter des Mobiltelefons. Die Ereignisse an der Columbine Highschool im Jahr 1999 werden auf Tumblr-Blogs und in Internetforen immer wieder neu ausgelegt und kontinuierlich fortgeschrieben. Romantische Verklärung spielt dabei eine wesentliche Rolle. Männerfantasien von Gewalt und Auslöschung sind für die Columbiners der Stoff, aus dem ihre Jugendidole gemacht sind. Und halbautomatische Waffen sind die Helden ihrer Songs.

KOLUMNEN

Der Rote Planet
Robert Misik analysiert den Status Quo der modernen Linken
Falsche Freiheit
ILLUSTRATION: Patrick Klose

Pofalte
Holger In't Veld schreibt über die Abgründe des täglichen Ernährungswahnsinns
Neudrossenfeld Assembly
ILLUSTRATION: Patrick Klose

Taxi für Rützel
Aus den Speakern der Droschke offenbart sich Anja Rützel die Welt
Emostütze für Ernst-Einar
ILLUSTRATION: Patrick Klose

KRITIKEN

Album der Ausgabe: KATE TEMPEST Let Them Eat Chaos

Außerdem Rezensionen zu Justice, Swet Shop Boys, Lambchop, Leonard Cohen, David Nesselhauf, Oren Ambarchi, Emma Ruth Rundle, Oozing Wound, Festland, D.D Dumbo, The Hidden Cameras, Soft Hair, Rio Reiser, Skinny Girl Diet, Sad 13, Weyes Blood, Soft Grid, Hope Sandoval And The Warm Inventions, Karies, Romare, Andrew Pekler, Powell, Gas, Hamilton Leithauser + Rostam, Live-Alben u.v.a.

Present Shocks – Elektronische Musik zur Zeit mit Kristoffer Cornils
Nmesh, Siddiq, Dj Alina

Gegenwartskunde – Popwelt mit Klaus Walter
Dusty Springfield, Michael Mayer, Total 16

Punchzeilen – Rap mit Marcus Staiger
RAF Camora, Hanybal, Pilz

Odyshape – Selten gehörte Musik mit Joachim Ody
Andy Moor, Lustmord, Ausgewählte Geräusche

XXXII – von Diedrich Diederichsen
Serge Baghdassarians, North Of North, Thomas Brinkmann

Filmkritiken
Die Geträumten, Das Gelände, Mapplethorpe – Look At The Pictures

Buchkritiken
Jonas Engelmann (Hg.) Damaged Goods. 150 Einträge in die Punkgeschichte, Margarete Strokowski Untenrum frei, Alain Badiou Versuch, die Jugend zu verderben 

SPEX CD 134
ZUSAMMENSTELLUNG: Daniel Gerhardt

1. Hamilton Leithauser + Rostam – „A 1000 Times“
2. Bon Iver – „33 God“
3. Karies – „Keine Zeit für Zärtlichkeit“
4. Weyes Blood – „Do You Need My Love“
5. Emma Ruth Rundle – „Marked For Death“
6. Oren Ambarchi – „Hubris 1“ (Edit)
7. Soft Hair – „Relaxed Wizard“
8. Doctorella – „Die Ungeheuer mit den sauberen Händen“
9. Lambchop – „JFK“
10. Soft Grid– „Hospital Floor“
11. The Hidden Cameras – „Day I Left Home“
12. Friends Of Gas – „Saurer Schnee“

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