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Spex Nr. 372 - Peaches & Sleaford Mods / Jahresrückblick 2016 (Jan./Feb. 2017) - inkl. Spex CD #135

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Groove Ausgabe Juli/August 2016 Vinyl Special

 

Beschreibung

Details

SPEX No. 372, die Januar/Februar-Ausgabe 2017 – inklusive der SPEX-CD 135 mit zwölf Titeln. Weitere Informationen, Ergänzungen sowie ausgewählte Texte folgen in Kürze auf www.spex.de.

TITEL
2016 – Game Over
Ende der Fahnenstange. Schicht im Schacht. Echt jetzt: Irgendwann ist auch mal gut. Das Jahr der nicht abreißenden Überraschungen, Hochrechnungskatastrophen und einer schier unglaublichen Serie an Todesfällen von Popgrößen ist vorbei. Bilanz ziehen hat schon mal mehr Freude gemacht, trotzdem blicken wir in zahlreichen Essays und Gesprächen mit Peaches, Sleaford Mod Jason Williamson, Common und Schorsch Kamerun zurück auf 2016. Zum Glück noch nicht am Ende: Protest, Klassenkampf, Pussy Power.

Wahlverwandtschaften No. 17 – PEACHES VS. SLEAFORD MODS: „Bewegt eure Scheißärsche und macht was!“
Text – Fatma Aydemir
Fotografie – Tim Bruening
Hamburg, Temperaturen unter Null, der Himmel eine trübe Suppe. Das Jahr von Brexit und Trump, Rechtsrutsch und Armlänge geht definitiv zu Ende, auch für Jason Williamson, das Sprachrohr der Sleaford Mods: Hamburg ist die letzte Station der Europatour des englischen Duos. Am selben Abend gastiert auch die Queer-Pop-Queen Peaches im Rahmen ihrer Welttournee in der Stadt. Die zwei antiautoritären Rampensäue setzen sich in einem Hinterzimmer des Clubs Uebel & Gefährlich zusammen, um über white supremacy und königliche Fürze zu sprechen. Peaches wird hier später auftreten, mit tanzenden Riesenvulvas.

RÜCKBLICK 2016 – die Themen des Jahres
Illustriert von Max Müller

Das Jahr der Pussy
Text — Laura Aha
Gejagt, begrapscht und versteckt: Selten zuvor wurde so viel über das weibliche Geschlechtsorgan diskutiert wie 2016, angefangen bei den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht bis zu einem pussy grabbing President-elect. Das ließen sich nicht alle gefallen: Die Pussys selbst hatten auch einiges zu sagen.

Ja heißt Ja!
Text — Annika Reith
2016 wurde eine längst überfällige Reform des Sexualstrafrechts beschlossen. Aber auch wenn „Nein heißt Nein“ seitdem Gesetz ist, lautet der Grundsatz, nach dem wir unser Handeln richten müssen: Ja heißt Ja!

Blonder als blond(e)
Text — Sonja Eismann
Entschuldigung, ist das ein toter Hummer auf Ihrem Schädel? Oder freuen Sie sich nur darüber, die neue Haarfarbe Cigar-Stained Teeth Blonde erfunden zu haben? Im Jahr, in dem die sogenannte postfaktische Ära angebrochen ist, wird Politik nicht im, sondern auf dem Kopf gemacht.

Common: „Rassismus ist die Wunde Amerikas“
Text — Daniel Welsch
Wenige Tage vor der US-Präsidentschaftswahl veröffentlichte der Chicagoer Rapper Common sein elftes Studioalbum: Black America Again. Darauf fragt er, wie man die Geschichte der afroamerikanischen Community neu schreiben kann.

Joe ist Mittelschicht
Text — Tobi Müller
Nach den Wahlerfolgen von AfD und Donald Trump hieß es, man müsse das eigene Milieu transzendieren, sonst könne man deren Gefolgschaft nicht verstehen. Also raus aus der Blase – aber wohin? Ein kleines Kompendium zur Mittelschicht, von den Knowles-Schwestern über Didier Eribon bis zu Bruce Springsteen.

Schatz, sie spielen unser Leid!
Text — Ina Simone Mautz
2016 war bei der Dramenwahl nicht gerade zimperlich. Wohin mit all den obdachlosen Emotionen? David Bowie, Leonard Cohen, Nick Cave und Benjamin von Stuckrad-Barre gaben ihnen stellvertretend ein Zuhause.

Hauptstadt der Angst
Text — Fatma Aydemir
Verprügelte Frauen im Bus, Taxifahrer auf Ecstasy, Gratiswürstchen für Demokratiewächter: Nach den Terroranschlägen und dem Putschversuch diesen Sommer befindet sich Istanbul im Ausnahmezustand. Die Stadt am Bosporus wird zu einem Albtraum aus Beton.

Spatz der guten Hoffnung
Text — Judith Büthe
Europa macht die Schotten immer dichter, doch nach wie vor wagen zahllose Menschen die lebensgefährliche Fahrt von Nordafrika über das Mittelmeer. Unsere Autorin war mit einem Seenotrettungsschiff des Sea-Watch e.V. vor der libyschen Küste im Einsatz. Hier berichtet sie von ihren Erlebnissen.

Ausweitung der Literaturzone
Text — Sebastian Guggolz
Eine verrätselte Kunstfigur, die für ihre Songtexte mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, auf der einen Seite, bekenntnisartige Romane über Krankheiten, Erwachsenwerden und erlebte Alltäglichkeiten auf der anderen: Die Literatur strebte 2016 in gegensätzliche Richtungen. Ein Ordnungsversuch.

Remix der Randbereiche
Text — Diana Weis
Christiane F., norwegischer Black Metal und russische Hooligans: 2016 suchte sich die Mode ihre Inspiration wiederum im Giftschrank der Jugendkulturen. Neues entsteht nur noch als Remix oder Mashup angeeigneter Stilcodes.

Blatters Abtritt & Muttis Haftpflicht
Text — Daniel Gerhardt
Korruption, Schweizer Konten, Briefkastenfirmen und papers bis nach Panama: Beschiss war das Geschäft des Jahres. Nun, wo die Gesellschaft von oben verrottet, gilt es, die richtigen Fragen zu stellen. Zum Beispiel: Wo ist eigentlich mein Stück vom Kuchen?

Nicht ganz da – Kracauer & Punk
Text — Drehli Robnik
Ein Nachtrag zu zwei Jahrestagen, die am 26. November 2016 zusammenfielen: der 40. Geburtstag von Punk und der 50. Todestag von Siegfried Kracauer. Zehn Jahre entfernt und doch nah beieinander, im Zeichen von boredom und (Dach-)Schaden: Man lebt damit, ohne verbrennen zu müssen.

Schorsch Kamerun: „Wir stehen für die werbewirksame Mülltonne“
Text — Philipp Kressmann
Einen Monat bevor Schorsch Kamerun in diesem Jahr seinen Debütroman veröffentlichte, brannte der Golden Pudel Club fast ab. Eine Stiftung hat den Verbleib des Clubs nun gesichert. SPEX traf Kamerun in einem Hamburger Café ohne St.-Pauli-Code, um über Stadtentwicklung und Protestkultur zu sprechen.

Vielfalt macht Quote
Text — Barbara Schweizerhof
Das Fernsehen hat ausgedient. Zumindest als kollektive Verblödungsmaschine. Diese gesellschaftspolitische Aufgabe übernehmen heute die Sozialen Medien. Die Streamingdienste setzen mit ihren Serien derweil auf eine neue Vielfalt. Von Empire über Insecure bis Atlanta: überall Diversity.

Im Kugelschreiberhagel
Text — Dennis Pohl
Sie war uns ein Leuchtturm. Sie lenkte, leitete und rettete uns regelmäßig den Arsch. Jetzt
heißt es Abschied nehmen, denn dieses Scheißjahr aller Scheißjahre hat auch sie noch um die Ecke gebracht: die Vernunft. Tschüss, alte Dame. Ab sofort rechnen wir in Mikromort.

Plus:
Die SPEX-Alben des Jahres und alle Bestenlisten der Leser, Autoren und der Redaktion.

MUSIK

GAIKA: Stadt zu Kleinholz
Text – Dennis Pohl
Fotografie – Ronald Dick
Ziviler Ungehorsam ist so was von over, behauptet Gaika. Seine ohnehin kaputte Heimatstadt gehöre eher heute als morgen noch mal so richtig in Schutt und Asche gelegt. Der Rapper und Produzent aus Südlondon zeichnet mit seiner Gespensterstimme Sci-Fi- Szenarien wie nach der Apokalypse. Dabei versteht er sich schlicht als Chronist der Gegenwart. Bock auf real talk? Hier ist sie: die hohe Schule der Diplomatie nach Gaika.

JAPANDROIDS: Theken dieser Welt
Text – Daniel Gerhardt
Fotografie – Maximilian Mouson
Zehn Jahre lang waren Japandroids das schönste guilty pleasure der Rockmusik: ein Indie-, Noise- und Endorphinüberschall-Duo, eine Kultband im besten Sinne des Wortes. Mit ihrem dritten Album wollen Brian King und David Prowse mehr sein. Near To The Wild Heart Of Life zeigt zwei Kanadier beim Versuch, eine great American rock record auf die Beine zu stellen.

Vorspiel für AMANDA LEAR: „Morgens war Davids Kopfkissen immer ganz verschmiert"
Text & Musikauswahl – Johannes von Weizsäcker
Fotografie – Sebastian Mayer
Sie wolle über ihr neues Album reden, nicht über ihre Vergangenheit, protestiert Sängerin, Schauspielerin, Model und Malerin Amanda Lear beim Treffen in einer Hotellobby in Berlin­Mitte. Auch die Pläne des Fotografen verwirft sie: Draußen nervt nieselig der Herbst. Angespannte Stimmung! Doch wie jede Diva von Weltklasse entpuppt sich Lear, ehemalige Discoqueen, Muse von Dalí und Bowie, ver­mutlich 1939 in Saigon geboren, schnell als wohlwollend und charmant tonangebend – und erzählt doch viel Lehrreiches und Anekdotisches von einst und jetzt.

EMPTYSET: Zurück in die Menschheit
Text – Alexis Waltz
Fotografie – Manuela Benetton
Brummen ist Silber, Krachen ist Gold. Das amerikanisch-britische Duo Emptyset knüpft mit seinem Steinbrecherklang an avantgardistische Elektronik-Acts wie Autechre an, ist aber um einiges schonungsloser. Anfangs ging es James Ginzburg und Paul Purgas darum, der Musik jegliche Spur des Menschlichen auszutreiben. Jetzt haben sie einen Weg gefunden, es in ihren Sound zu integrieren: als klingende Leerstelle.

THE XX: Lasst uns Spiegelwesen sein
Text – Sonja Matuszczyk
Fotografie – Francesca Allen
Die Band, die wie kaum eine andere Melan­cholie und Pop zusammendenkt, hat sich vier Jahre Zeit genommen. Für Soloalben, Dior­ Kampagnen, Konzerte in Ex-­Exerzierhallen und natürlich fürs Zusammen­Nachdenken. Jetzt sind The xx mit ihrem dritten Album I See You zurück. Und sie sind alles, was wir immer schon in ihnen sehen wollten: ver­schnupft, wortkarg, geheimnisvoll, ganz nah bei uns. Aber sie haben auch eine über­raschende Botschaft: ein Hoch auf die Freude!

CHRISTIANE RÖSINGER: Weil sie sich im Fallen gegenseitig halten
Text – Anja Rützel
Fotografie – Anna Rose
Erst Liebe. Dann Leiden. Dann Lieder. Ohne Christiane Rösinger wäre die Klimax der drei großen Ls um viele Höhepunkte ärmer. Jetzt bricht die Grande Dame des deutschen Lagerfeuersongs mit der Jammerlogik und zeigt, wie man in all den Lebenswidersprüchen die Kraft findet fürs Trotzdem-weiter-so. Auf ihrem neuen Album singt sie zärtlich wie ein einstürzender Torbogen über Besitzansprüche und stumpfe Arbeit. Bei einem Hausbesuch erzählt sie Geschichten von Gartenhäuschen, Pegida-Menschen und Bob Dylan.

EINKLANG
Neues aus Musik, Film und Literatur

Mit Pavo Pavo, Moses Sumney, Elle, Kanye West, Okmalumkoolkat, Catherine Meurisse, Margarete Stokowski, Moor Mother, Fishbach, Azealia Banks

POPKULTUR / GESELLSCHAFT

ANNE IMHOF: Wenn ich sage, das ist eine Oper, dann ist es eine Oper!"
Text – Annika Reith
Fotografie – Nadine Fraczkowski
Mit ihrem Werkzyklus Angst, dessen zweiter Akt im Septem­ber im Hamburger Bahnhof in Berlin gezeigt wurde, hat die Frankfurter Künstlerin Anne Im­hof eines der meistbeachteten Kunstereignisse des Jahres ge­schaffen. Zentrale Bestandteile: alles (die Allgemeingültigkeit ur­alter Symbole und popkultureller Codes) und nichts (die in Lange­weile gipfelnde Sinnentleerung), außerdem 30 zu einer maleri­schen Komposition arrangierte Performer, Drohnen, Raubvögel und viel Nebel. 2017 wird Imhof den deutschen Pavillon der Bien­nale in Venedig bespielen. SPEX sprach mit ihr über Figuratives und Abstraktes, Performancekunst und ihre erste Platte.

HAVARIEBRULE LA MER und LES SAUTEURSSingen, schwimmen, brennen
Text – Esther Buss
Sie sind mehr als bloße Doku­mentationen: Die Filme HavarieBrûle La Mer und Les Sauteurs handeln von den Schicksalen von Afrika nach Europa flüchtender Menschen. Aber sie berichten auch von Problemen der Reprä­sentation, von Bildhaftigkeit und Machtasymmetrien. Mit unter­ schiedlichen ästhetischen Stra­tegien machen diese drei Filme klar, was das bedeutet: den ei­genen Blick schärfen, die eigene Stimme finden.

KOLUMNEN

Der Rote Planet
Robert Misik analysiert den Status Quo der modernen Linken
Der große Graben
ILLUSTRATION: Patrick Klose

Pofalte
Holger In't Veld schreibt über die Abgründe des täglichen Ernährungswahnsinns
Gefühle. Kamele. Avocado.
ILLUSTRATION: Patrick Klose

Taxi für Rützel
Aus den Speakern der Droschke offenbart sich Anja Rützel die Welt
Lein Fußbreit den Romantomanen
ILLUSTRATION: Patrick Klose

KRITIKEN

Album der Ausgabe: SOLANGE A Seat At The Table

Außerdem Rezensionen zu A Tribe Called Quest, Austra, Sohn, Cloud Nothings, Foxygen, Cummi Flu / Raz Ohara, Rashad Becker, Julie Byrne, Der Ringer, Metallica, Alicia Keys, Schnipo Schranke, The Weeknd, Genetikk, The Flaming Lips, Tinariwen, Bonobo, Nadine Khouri, Fred Thomas, Cla! Clap!, Allison Crutchfield, Oto Hiax, Peter Doherty, Kreator, Moon Duo

Present Shocks – Elektronische Musik zur Zeit mit Kristoffer Cornils
Terrence Dixon, Yugoslavian Space Program, Lena Platonos

Gegenwartskunde – Popwelt mit Klaus Walter
Mekons, Chivalrous Amoekons

Punchzeilen – Rap mit Marcus Staiger
Dat Adam, Sido, Kalash Criminel

Odyshape – Selten gehörte Musik mit Joachim Ody
Ryuichi Sakamoto, Véronique Vincent & Aksak Maboul

XXXIII – von Diedrich Diederichsen
Off World, Jason Sharp, Automatisme, By The Waterhole

Filmkritiken
Personal Shopper, Nocturnal Animals, Einfach das Ende der Welt

Buchkritiken
Lydia Daher / Warren Craghead III Kleine Satelliten, Jace Clayton Uproot. Travels in 21st-Century Music And Digital Culture, Barbara Vinken (Hg.) Die Blumen der Mode, Gertrud Lehnert (Hg.) Ist Mode queer?

SPEX CD 135
Zusammenstellung – Daniel Gerhardt
Fotografie – Karoline Kaemling

1. Christiane Rösinger – „Was jetzt kommt“
2. Cloud Nothings – „Modern Act“
3. Allison Crutchfield – „Keine Zeit für Zärtlichkeit“
4. Pavo Pavo – „Ruby (Let's Buy The Bike)“
5. Cherry Glazerr – „Told You I'd Be With The Guys“
6. Julie Byrne – „Natural Blue“
7. Japandroids – „Near To The Wild Heart Of Life“
8. Gaika – „The Deal“
9. Bonobo „Kerala"
10. Tinariwen – „Ténéré Tàqqàl“
11. Nadine Khouri – „Broken Star“
12. The Flaming Lips – „The Castle“

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