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Spex Nr. 373 - Jarvis Cocker & Chilly Gonzales (März/April 2017) - inkl. Spex CD #136

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Groove Ausgabe Juli/August 2016 Vinyl Special

 

Beschreibung

Details

TITEL

JARVIS COCKER & CHILLY GONZALES
„Wird das ein Film? Eine App? Ein T-Shirt?“
Text – Malakoff Kowalski
Fotografie – Sebastian Mayer


Eine Hotelsuite, drei Dandys. Der eine genießt nach den Welt-Hits seiner Band Pulp das Leben eines weisen Gentleman, Gesellschaftspoeten und Radiomoderators. Der andere kann alles von Rap bis Rachmaninow und macht allein mit Konzertflügel und Filzpantoffeln die Kölner Philharmonie voll. Dritter im Bunde: der persisch-amerikanisch-deutsche Musiker Malakoff Kowalski. Er sprach mit Jarvis Cocker und Chilly Gonzales über deren Hollywood-Liedzyklus Room 29: anrührende, entlarvende, bittersüße Musik über Liebe und andere sich in Hotelzimmern ereignende Katastrophen.

MUSIK

FATHER JOHN MISTY: Fürchtet euch nicht!
Text – Michael Döringer
Fotografie – Axel Hoedt

Jetzt ist Schluss. Nicht nur mit lustig, sondern überhaupt. Auf seinem neuen Album Pure Comedy verkündet Folkrock-Dandy Joshua Tillman mit gewohnt großer Geste und beißendem Witz, dass die Menschheit verloren ist. Wie soll es dann weitergehen? Tut es das überhaupt? Vielleicht. Vermutlich. Bestimmt. Father John Misty predigt Nächstenliebe als einzig wirksames Heilmittel. Hinter seinem Galgenhumor versteckt sich ein Idealismus, der in diesen Zeiten immer seltener wird.

Wahlverwandtschaften No. 18 – JOY DENALANE VS. FRANK SPILKER: „Selbst wenn du nur einen Ton sängest“
Text – Ulrich Gutmair
Fotografie – Claudia Rorarius
Eine Berlinerin und ein Ostwestfale. Afrodeutsche und Weißbrot. Soul und Rock. Zwei Persönlichkeiten mit denkbar unterschiedlichen Lebensgeschichten. Aber Joy Denalane und Frank Spilker von Die Sterne haben etwas Wesentliches gemein: Sie lieben den Funk, sie haben dieselben Platten gehört und sie singen auf Deutsch. Und zwar groovy. Auf dem Wohnzimmersofa einer Plattenfirma in Prenzlauer Berg machen es sich die beiden gemütlich und verstehen sich auf Anhieb prächtig. Als die Aufnahme zu laufen beginnt, sind sie schon mitten im Gespräch: über alte und neue Nazis, Hip-Hop und Schlager.

ZEAL AND ARDOR: Des Teufels neue Kleider
Text – Holger in't Veld
Fotografie – William Minke
Kennen Sie den schon? Was macht eine Ecken-und-Zacken-Gitarre auf einem Baumwollfeld in den Schweizer Bergen? Käsemusik! Nicht lustig? Richtig. Denn Manuel Gagneux, der Mann hinter Zeal And Ardor, meint es teuflisch ernst. Im New Yorker Exil versuchte er sich jahrelang daran, Spirituals mit Metal-Riffs zu kreuzen. Klingt nicht unproblematisch. Klingt trotzdem so verboten gut wie böse. Am Ende kriegt der Beelzebub den Blues. In Basel.

THE JESUS AND MARY CHAIN: Gott segne die Shoegaze-Früchtchen
Text – Johannes von Weizsäcker
Fotografie – Joachim Baldauf
Sie waren ungefähr die Letzten, die den mausetoten Rock’n’Roll wiederbelebten, einst, Mitte der Achtziger. 19 Jahre nach ihrem vermeintlich letzten Mucks veröffentlichen sie jetzt neue Musik: Die Brüder Jim und William Reid aus der desolaten schottischen Kleinstadt East Kilbride verpacken wieder süße Bubblegum-Melodien in beißendes Feedback-Geheul. Viele junge Bands klingen heute ganz ähnlich wie The Jesus And Mary Chain, nur nicht so überzeugend. Als wäre die Thatcher-Ära nie zu Ende gegangen.

DIRTY PROJECTORS: Wenn die Liebe hinfällt
Text – Daniel Gerhardt
Fotografie – Till Janz
Hat David Longstreth die erste Trennungsplatte geschrieben, die über den Beat kommt? Das siebte Album seiner Dirty Projectors dokumentiert mit programmierten Rhythmen, kompliziertem Stubenhocker-R’n’B und der emotionalen Genauigkeit von Drake, wie die New Yorker Artrock-Band zum Soloprojekt und Longstreth nach einer langen Beziehung zum Single wurde. Zugleich verhandelt die namenlose Platte harten Popkulturstoff zwischen Wahrheit und Widerspruch – Themen, die laut Longstreth niemals aus der Mode kommen dürfen.

WAVING THE GUNS VS. SOOKEE: Nicht nicht politisch
Text – Marcus Staiger
Fotografie – Daniel Roché
Die Aufgabe ist unlösbar: Sookee und Waving The Guns, zwei deutsch rappende Acts, ein Artikel. Warum nur? Weil man reflexhaft denkt: Na, die sind doch beide irgendwie links und veröffentlichen gerade neue Alben? Und weil der Autor dieses Textes auch irgendwie links ist? Das stimmt alles, irgendwie, und passt trotzdem überhaupt nicht. Aber der Autor ist nicht mehr jung und braucht das Geld. Also soll hier zusammenkommen, was nicht zusammen gehört. Ein Versuch.

THE FLAMING LIPS: „Haben Sie je gedacht, dass Sie sterben?"
Text – Juliane Liebert
Fotografie – Franziska Sinn
Wayne Coynes Band verdankt ihre Existenz einem Raubüberfall. Das ist zwar nicht die offizielle Version der Geschichte, aber wen hat die je interessiert bei den 1983 in Oklahoma City gegründeten Flaming Lips, deren Verrücktheit für eine ganze Armada weiterer Bands reichen würde? Coyne hat ohnehin einen Ruf als durchgeknallter Dauerplapperer. Beim Treffen in Berlin erzählt er vom Appetit seiner Katzen, von Miley Cyrus’ Stimme und von Todesangst. Was denkt wohl jemand, der so viel redet, wenn niemand zum Zuhören da ist?

ELYSIA CRAMPTON: Sprache ist Gewalt, Tanz unzerstörbar
Text – Nadine Schildhauer
Fotografie – Julia Grossi
Mit Geschichtslektionen braucht man Elysia Crampton nicht zu kommen. Mit gut gemeinten Ratschlägen noch weniger. Die bolivianisch-US-amerikanische Künstlerin kämpft mit indigener Erfahrung und Mystik, Analyse und Spiritualität gegen die Kolonisierung in unseren Köpfen. Ihre Musik lebt von Folklore genauso wie von aktuellster Sound-Mode, sie transzendiert Genregrenzen und Denkweisen und fragt: Wie klingt der Aufstand gegen den Oppressor?

Vorspiel für BOHREN UND DER CLUB OF GORE: „Wir sind die Bäume von Wald"
Text & Musikauswahl – Florian Sievers
Fotografie – Ronald Dick
Ein See, in den man einen Stein wirft, der Wellen macht – und wenn wieder Ruhe ist, wirft man den nächsten Stein. So beschreiben Organist und Schlagzeuger Morten Gass, Bassist Robin Rodenberg und Saxofonist Christoph Clöser ihre Auftritte mit Bohren und der Club of Gore. Die Weltuntergangsband mit oft übersehenem Witz stammt aus Mülheim an der Ruhr (Gass, Rodenberg) und aus Köln am Rhein (Clöser). So unterschiedlich wie die beiden Städte sind auch die musikalischen Hintergründe der Bandmitglieder. Eine Reise von Horrorjazz zu Hardcore, von Ein-Sekunden-Stücken zu Zeitlupen-Pop.

EINKLANG
Neues aus Musik, Film, Literatur & Kunst

Mit Uniform, Zaza Burchuladze, Girls, Vagabon, T2 TrainspottingGhost In The Shell, King Woman, Noname, Molly Soda und Slowdive

POPKULTUR / GESELLSCHAFT

WIE WIR LEBEN WOLLEN No. 14: Lauter als die Gewalt
Text – Mary Ocher
Pazifismus ist Luxus. Das muss man mit Blick auf die Realität in den Krisenherden dieser Welt eingestehen. Aber dann muss man auch fordern: Luxus ist Notwendigkeit. Genau das macht Mary Ocher. Die Musikerin mit russischen Wurzeln ist in Israel aufgewachsen, lebt heute in Berlin und verhandelt die Themen, über die sie hier schreibt, auch in ihren Songs: die Privilegien des Westens, die Allgegenwart von Waffen, der Wert des Lebens.

PAUL VERHOEVEN: „Sogar meine Hunde sind weiblich“
Text – Michael Kienzl
Fotografie – Andy Kania
Der niederländische Regisseur Paul Verhoeven ist einer der ganz Großen des Weltkinos. Mit Filmen wie RobocopBasic Instinct und Total Recall bewies er, wie überwältigend sinnlich und beißend sozialkritisch Genrekino aus Hollywood sein kann. Mittlerweile dreht er wieder in Europa, zuletzt den ebenso provokanten wie komischen Thriller Elle. Im Berliner Hotel Adlon treffen wir einen sehr gut gelaunten Verhoeven zu einem Gespräch über Kompromisse zwischen Kunst und Kommerz, über faschistische Helden und Isabelle Hupperts Nippel.

MARLON JAMES: Kein Außerhalb von colour
Text – Klaus Walter
Jamaika, 1976: Bandenkriege, Interessenskonflikte der beiden rivalisierenden Parteien und dazwischen das Attentat auf Bob Marley. In seinem 2015 veröffentlichten Roman Eine kurze Geschichte von sieben Morden, der jetzt auf Deutsch erscheint, entwirft der jamaikanische Schriftsteller Marlon James ein komplexes Dickicht aus Dialekten, Drogen und Gewalt und mischt dabei locker 400 Jahre black history mit Weltgeschichte.

MODESTRECKE: Die blaue Stunde
Fotografie – Patrick Desbrosses
Foto-Assistenz – Alena Schmick
Models – Staza (Izaio Management) & Martin (M4 Models)
Styling – Nuria Gregori
Styling-Assistenz – Melanie Patzina-Keller
Haare und Make-up – Noriko Takayama
Idee, Produktion und Redaktion – Annika Reith
Art Direction – Patrick Klose

KOLUMNEN

Der Rote Planet
Robert Misik analysiert den Status Quo der modernen Linken
Progressive Patrioten?
ILLUSTRATION: Patrick Klose

Pofalte
Holger In't Veld schreibt über die Abgründe des täglichen Ernährungswahnsinns
Konzentriert Imperator externalisieren
ILLUSTRATION: Patrick Klose

Taxi für Rützel
Aus den Speakern der Droschke offenbart sich Anja Rützel die Welt
Woofering Heights
ILLUSTRATION: Patrick Klose

KRITIKEN

Album der Ausgabe: The Magnetic Fields 50 Song Memoir

Außerdem Rezensionen zu Sleaford Mods, Mutter, Goldfrapp, Spoon, Xaõ Seffcheque, Laetitia Sadier Source Ensemble, Carsten JostTale Of Us, Tim Darcy, Dettmann/Klock, The Shins, Pharmakon, Die Regierung, Pissed Jeans, Nadia Reid, Hauschka, Kelly Lee Owens, Peter Silberman, Thundercat, Ron Trent, Andi Otto, Sir Was, Bilderbuch, Noveller, Kingdom

Present Shocks – Elektronische Musik zur Zeit mit Kristoffer Cornils
Decon/Recon, Co-Op, Club Chai Vol. I

Gegenwartskunde – Popwelt mit Klaus Walter
Teklife VIP, The Men In The Glass Booth

Punchzeilen – Rap mit Marcus Staiger
Antilopen Gang, Soufian, Reeperbahn Kareem

Odyshape – Selten gehörte Musik mit Joachim Ody
Richard Pinhas, Michel Redolfi, Luc Ferrari,

XXXIV – von Diedrich Diederichsen
Microtub, George Lewis & Splitter Orchestra, Ghédalia Tazartès, Andrezej Zaleski, Pawel Romanczuk, Maja Osojnik, Olivia Louvel, Angeline Yershova, Pinkcoutesyphone

Filmkritiken
Silence, Certain Women, Moonlight

Buchkritiken
Markus Binder Teilzeitrevue, Hans-Joachim Roedelius Roedelius – Das Buch, Chris Kraus I Love Dick

Perspektive ZUM TOD VON MARK FISHER: Trotz Melancholie
Text – Georg Seeßlen
Zeichnung – Patrick Klose
Er war mehr als ein Popkritiker: Grenzgänger zwischen Kultur und Wissenschaft, Experte zerbrochener Zeitlichkeit, immer auf der Flucht vor dem Gefängnis der Denkregeln. Der 1968 geborene Brite Mark Fisher wusste, woher unser unstillbarer Hunger nach dem immer Neuen kommt. Er zeigte, wie sich das Leben im kapitalistischen Realismus mit Wut und Trauer verbindet. Die- se beiden Gefühle werden uns erhalten bleiben, Mark Fisher nicht. Er nahm sich am 13. Januar 2017 das Leben.

Ausklang JAKI LIEBEZEIT (1938–2017)

SPEX CD 136
Zusammenstellung – Daniel Gerhardt
Fotografie – Karoline Kaemling

1. Tim Darcy – „Tall Glass Of Water“
2. Dirty Projectors – „Cool Your Heart“
3. Candellila – „Intimität“
4. Sookee – „You Only Die Once (feat. Grim104)“
5. Sir Was – „In The Midst“
6. Andi Otto – „Bangalore Whispers“
7. Family 5 – „In diesem Sinn (Die-Sterne-Cover“
8. King Woman – „Shame“
9. Nadia Reid „Richard"
10. Xaõ Seffcheque – „Good Friends“
11. Peter Silberman – „New York“
12. Uniform – „The Killing Of America“

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