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Spex Nr. 376 - KELELA: Soul steht kopf, der Himmel steht offen (September/Oktober 2017) - inkl. Spex CD #139

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Groove Ausgabe Juli/August 2016 Vinyl Special

 

Beschreibung

Details

SPEX No. 376, die September/Oktober-Ausgabe 2017 – inklusive der SPEX-CD 139 mit zwölf Titeln –, ist ab sofort im SPEX-Shop erhältlich und ab Donnerstag, dem 29. Juni 2017, im Zeitschriftenhandel. Die aktuellen Abo-Prämien finden sich hier. Weitere Informationen, Ergänzungen sowie ausgewählte Texte folgen in Kürze auf www.spex.de.

TITEL

KELELA: Soul steht kopf, der Himmel steht offen.
Text – Ulrich Gutmair
Fotografie – Graham Dunn
Rund um den Erdball entdeckten Menschen das kleine Mädchen in sich, als Kelela vor vier Jahren ihr Mixtape Cut 4 Me veröffentlichte. So frech, lässig und smart wie die US-amerikanische Musikerin mit äthiopischen Wurzeln hatte lange niemand das Erbe der Gospel- und Jazz-Diven mit dem Zeitgeist in den Clubs verbunden. Jetzt erscheint Kelelas Debütalbum. Take Me Apart ist Soul Music im Schwebezustand. Die Grenzen zwischen den Körpern sind aufgelöst, die Künstlerin ist bereit, abzuheben. Und Zärtlichkeit ist der neue shit.

MUSIK

THE NATIONAL: Die Hoffnung liegt im Desaster
Text – Daniel Gerhardt
Collagen – Richard Savini
Einer muss den Job ja machen, warum also nicht The National? Unter den Rockbands, die eigene Studios bauen, gern dick auftragen und auch sonst zu schlau für ihr Schicksal erscheinen, sind sie mit ihrem siebten Album einmal mehr die besten. Sleep Well Beast stellt Szenen einer Ehe neben zerstörungswütige Kollaborateure und geht mit Weinglas, Gras und Gitarrensoli gegen zu viel Vernunft vor. Schon ganz geil, wie diese fünf Typen alt werden.

PROTOMARTYR: Das Wüten nimmt kein Ende
Text – Rita Argauer
Fotografie – Zak Bratto
Wenn es abwärts geht mit der Welt, geht es vorwärts für Protomartyr. Die Rockband aus der Krisenstadt Detroit behauptet noch nicht mal, sie wisse, wie der Laden besser läuft. Aber sie trotzt der allgemeinen Misere immer wieder eine Handvoll verbissener Songs ab. Wie auf ihrem neuen Album Relatives In Descent: trocken runtergeschrubbt, krachig, großartig.

ST. VINCENT: „Ich kann nichts dafür, wenn Sie überall Vaginas sehen“
Text – Annika Reith
Fotografie – Immo Klink
Annie Clark habe mit St. Vincent das Album ihres Lebens aufgenommen, urteilten wir im Sommer 2014 in SPEX. Was kann jetzt noch kommen? Drei Jahre, einen Grammy, zahlreiche Blut-und-Wasser-Konzerte inklusive Weirdo-Kostümen, ein eigenes Gitarren-Design für Menschen mit Brüsten und ein Magazincover mit Marc Jacobs später geistert eine neue St.-Vincent- Single durchs Internet: Mit „New York“ sehnt sich Clark nach Altbe- währtem – in der Liebe wie in ihrer Wahlheimat. Und besinnt sich auch musikalisch auf die Einfachheit von früher.

GHOSTPOET: Klingt schlimm ist gut
Text – Jennifer Beck
Fotografie – Lars Brønseth
Die Welt des Londoner Musikers Obaro Ejimiwe war bisher beides: scheiße, aber okay. Drei Alben lang war die Kacke am Dampfen und am Ende trotzdem alles geil. Auf Dark Days + Canapés macht er nun Schluss mit dem Wird-Schon, vielleicht auch mit Ghostpoet und mit London sowieso. Denn sollte es eine Zukunft geben, liegt die jenseits der Rushhour.

THE WAR ON DRUGS: Ausufern, abdriften, wegwabern
Text – Daniel Gerhardt
Fotografie – Thomas Hauser
Kein Rockmusiker trat so schön auf der Stelle wie Adam Granduciel. Mit seiner Band The War On Drugs gab er den Shoegaze-Springsteen und bediente die paar Fachidioten, die sich keine größere Musik vorstellen können. Granduciel aber konnte: Er zog seine Songs in die Länge, begann sich für teure Kopfhörer zu interessieren und verlor fast den Verstand auf der Suche nach dem richtigen Kickdrum-Sound. Wie er nebenbei zum Rockstar werden konnte – darauf versucht sich sein neues Album A Deeper Understanding einen Reim zu machen.

Vorspiel für DAF: „Teilweise hat's einem den Vogel rausgehauen"
Text & Musikauswahl – Ulrich Gutmair
Fotografie – Rick Burger
Es ist schwül. Gabi Delgado und Robert Görl sitzen in einem heruntergekommenen Plattenbau in Ostberlin und trinken Cola und Dosenkaffee. Im Herbst, fast 40 Jahre nach der Gründung von DAF, erscheinen parallel eine Bandbiografie und ein Box-Set mit den vier Alben aus den Jahren 1980 bis 1982. Und mit zwei neuen Stücken. Eines davon thematisiert die sozialen Medien: „Alle sind im Nirgendwo, keiner ist mehr da.“ Delgado und Görl ficht das nicht an. Sie sind präsent, lachen viel und erzählen, wie es war, in den Siebzigern auszugehen, mindestens fünf Tage die Woche, immer die ganze Nacht.

FILM / KUNST / MODE / THEATER

BLADE RUNNER 2049: Der Stoff, aus dem die Zukunft ist
Blade Runner definiert seit Jahrzehnten, wie Science-Fiction aussieht, wie sie klingt, wovon sie handelt. 35 Jahre nach ihrer ersten Verfilmung wird die Geschichte um Kopfgeldjäger und Androiden nun weitergesponnen. Der kanadische Regisseur Denis Villeneuve, ein Meister zwielichtiger Atmosphären und filmischer Erleuchtungen, tritt in die Fußstapfen von Ridley Scott, der wiederum als Produzent von Blade Runner 2049 fungiert; an der Seite
des einstigen Blade Runners Harrison Ford spielt Ryan Gosling den neuen Replikantenjäger. Vor dem Kinostart im Oktober blicken wir auf den emotionalen Kern in Ridley Scotts Film von 1982 und das Besondere der Romanvorlage von Philip K. Dick aus dem Jahr 1968. Nach wie vor gilt: Wer keine Empathie kennt, wird erledigt.

mit:
BLADE RUNNER: Die Wunde, an der wir verbluten
Text –Burhan Qurbani 
Was ist dran an der Geschichte eines Kopfgeldjägers, der in einer kaputten Welt unwillig Androiden kaltmacht? Was ist es, das einen an Blade Runner so sehr berührt? Der Filmemacher Burhan Qurbani spürt das zutiefst Menschliche auf, das Ridley Scott einst in finsterer Zukunft in Replikantenherzen versenkt hat und das nicht nur Qurbani seit seiner Kindheit nicht mehr loslässt.

TRÄUMEN ANDROIDEN VON ELEKTRISCHEN SCHAFEN: Neue Töne auf der Stimmungsorgel
Text – Leif Randt
Wie oft soll man Bücher, die man erst nicht mag, lesen? Was ist die Haltung des Ethikrats zur Erledigung von Androiden? Träumt Ryan Gosling von Harrison Ford, wenn er zufällig mal alleine schläft? Der Schriftsteller Leif Randt, selbst gerade im Begriff, seinen Sci-Fi-Roman Planet Magnon für die Leinwand zu bearbeiten, findet aktuelle Antworten in den zeitlosen Motiven von Philip K. Dicks Blade-Runner-Buchvorlage.

THE DEUCE: Unsittengemälde
Text – Barbara Schweizerhof
Nach dem Geschäft mit dem Stoff kommt das mit der nackten Haut. In seiner Serie The Wire zeichnete David Simon anhand des Drogenhandels ein Gesellschaftspanorama der USA in den Nullerjahren, das man in diesem Detailreichtum vorher nicht gesehen hatte. Jetzt knöpft er sich die Siebziger und die schnellen Dollars mit Sex und Porno vor. The Deuce zeigt ein dreckiges, nacktes New York. Und James Franco und Maggie Gyllenhaal, die sich zwischen pimps, girls und mobsters in Szene setzen.

KADER ATTILA: Die Narben der Geschichte zeigen
Text – Beate Scheder
Fotografie – Andreas Lux

Kader Attias Berliner Atelier gleicht dem Archiv eines Kulturhistorikers. Der algerisch-französische Künstler versteht sich als Sammler und Neuarrangeur. Sein Konzept der Reparatur macht Brüche und Narben in Objekten und Kulturen sichtbar und erzählt damit eine Geschichte der Macht. Attias Installationen – aktuell zu sehen auf der Biennale in Venedig und der Pluriversale in Köln – treffen Aussagen über die Möglichkeiten kultureller Wiederaneignung. Und machen ihn zu einem der bedeutendsten Künstler unserer Zeit.

IRIS VAN HERPEN: „Ich brauche Interaktionen“
Text – Annika Reith
Fotografie – Conny Kirste
Die niederländische Designerin Iris van Herpen liebt Gegensätze: Seit der Gründung ihres Labels vor zehn Jahren gilt sie als Pionierin auf dem Gebiet des 3D-Drucks in der Mode, ihre skulpturalen Haute-Couture-Kollektionen zeugen zugleich von traditioneller Handwerkskunst. Sie entwarf Kostüme für Björk, Solange und Beyoncé Knowles und zuletzt für Sasha Waltz’ Tanzstück Kreatur, das im Juni im Berliner Radialsystem V uraufgeführt wurde. Wir trafen van Herpen am Abend der Premiere zum Gespräch.

Wahlverwandtschaften No. 20 – CHRIS DERCON VS. ANSELM HAVERKAMP: „... nicht einfach Atmosphären aus schlechten Buletten“
Text – Cord Riechelmann
Fotografie – Norman Behrendt
Im Herbst beginnt an der Volksbühne Berlin die erste Spielzeit unter der Intendanz von Chris Dercon. Die Berufung des zuvor als Kurator tätigen Belgiers an eines der renommiertesten Theaterhäuser des Landes wirbelte viel Staub auf. Über Theater als Möglichkeitsraum wurde dabei wenig gesprochen. Bei sich zu Hause im Südwesten Berlins setzte sich Dercon nun mit dem Philosophen und Literaturwissenschaftler Anselm Haverkamp zusammen, um losgelöst von Kulturpolitik über Shakespeare nachzudenken und zu erklären, warum Beckett nicht fett ist.

EINKLANG
Neues aus Musik, Kunst, Film

Mit: Sudan Archives, Pan Daijing, Nick Cave, Magical Mystery, Ersan Mondtag, Diplo, Angelo De Augustine, Downtown Boys, Rin

KOLUMNEN

Wie wir leben wollen No. 15 – Ehe und Elefanten für alle
Text
Text – Katharina Hajek
In einer Hauruckaktion wurde am 30. Juni 2017 das Gesetz zur „Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts“ verabschiedet. Eine breitere Diskussion im Vorfeld blieb aus, für den Kampf um die Sitze im deutschen Bundestag wurde das gesellschaftspolitische Thema auf einen Schlag irrelevant. Es ist an der Zeit, diese verpasste Chance nachzuholen und endlich über den Elefanten im Raum zu sprechen: die Ehe als alles dominierendes Familienmodell.

Der Rote Planet
Robert Misik analysiert den Status Quo der modernen Linken
Neue Welten, neues Leben, neue Zivilisation
Illustration – Patrick Klose

Pofalte
Holger In't Veld schreibt über die Abgründe des täglichen Ernährungswahnsinns
Das leckere Früchtebrot
Illustration – Patrick Klose

Taxi für Rützel
Aus den Speakern der Droschke offenbart sich Anja Rützel die Welt
Hühnerdressurkursmusik
Illustration – Patrick Klose

KRITIKEN

Album der Ausgabe: LCD Soundsystem American Dream

Außerdem Rezensionen zu Torres, Hercules & Love Affair, Mount Kimbie, Queens Of The Stone Age, Fünf Sterne Deluxe, Shackleton With Anika, Hype Williams, Lee Gamble, Alex Cameron, Dinner, Kaitlyn Aurelia Smith, Benjamin Clementine, Liars, Moses Sumney, Aivery, Metz, Labelle, White Wine, Boiband, Gebrüder Teichmann, Ariel Pink, Myrkur, Zola Jesus, Chelsea Wolfe, Lee Ranaldo, Lali Puna, Beatsteaks

XXXVII – von Diedrich Diederichsen
Erkki Veltheim, Orphax, Antwood, Holger Mertin, Marco Riederer, Michael "Koko" Eberli, Damo Suzuki, Sound Carriers, Atonalist, Gavin Friday

Present Shocks – Elektronische Musik zur Zeit mit Kristoffer Cornils
DJ Judith Blum, DJ Zozo, Heiko M/S/O

Gegenwartskunde – Popwelt mit Klaus Walter
James McBride, Coldcut X Un-U Sound, Stormzy

Punchzeilen – Rap mit Marcus Staiger
Hasan.K & Gringo, Azad, Sultan Tunc

Odyshape – Selten gehörte Musik mit Joachim Ody
Max Richter, Johannes Motschmann, Esmark

Filmkritiken
The Circle, Körper und Seele, Western

Buchkritiken
Virginie Despentes Das Leben des Vernon Subutex, Laurie Penny Bitch Doktrin. Gender, Macht und Sehnsucht, Frank Witzel Direkt danach und kurz davor

PERSPEKTIVE

UNTOT AUF DEM PONYHOF: Politik im Kreislauf ewiger Bewegung
Text – Drehli Robnik
Fotografie – Graham Dunn
Wir befinden uns in der Zeit zwischen dem Tod des Filmemachers George A. Romero und Parlamentswahlen in Deutschland und Österreich. Ausgehend vom Bildbestand des Untoten-Kino-Gründervaters lohnen sich Gedanken zur Wiederkehr weißer Patriarchen und junger Dynamikmännchen. Untot ist, wer weiterläuft. Aber auch, wer vitalistisch Bewegung verordnet. Einige Überlegungen zu Kapitalkontinuum und care work, Populus und Pathos, alten Zeiten und neuen Namen – vor allem solchen mit Z wie Zombie.

SPEX CD 139
Zusammenstellung – Daniel Gerhardt
Fotografie – Karoline Kaemling

1. Protomartyr – „My Children“
2. Zola Jesus – „Exhumed“
3. Ghostpoet – „Freakshow“
4. Lali Puna – „Two Windows“
5. Liars – „No Tree No Branch“
6. Moses Sumney – „Quarrel“
7. Angelo De Augustine – „On My Way Home“
8. Aivery – „Disregard“
9. Kaitlyn Aurelia Smith „An Intention"
10. Lee Ranaldo – „Purloined“
11. White Winde – „Abundance“
12. Downtown Boys – „A Wall“

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