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Groove 174 – Helena Hauff (September/Oktober 2018)

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Groove 174 – Helena Hauff (September/Oktober 2018)

 

Titelgeschichte

Helena Hauff: „Ich powere lieber durch“

Niemand drückt Techno zurzeit so entschieden einen persönlichen Stempel auf wie Helena Hauff. In ihrem düsteren, fordernden Clubsound mischt sie Electro, Techno, Industrial, Italo und Wave. Zusammengehalten werden ihre Sets durch eine bestimmte, unterkühlte, aber hochenergetische Stimmung, die sich durch alle ihre Mixe zieht. Nach einer Aufsehen erregenden Residency bei BBC Radio 1 erscheint jetzt auf Ninja Tune Helena Hauffs zweites Album QualmAlexis Waltz begleitete die Hamburgerin, die ausschließlich Vinyl auflegt, nach Ibiza und Lissabon.

Porträts und Features

David August: Zurück nach Italien

Fast zwei Jahre lange war es still um David August. Der Musiker, der mit Platten auf unter anderem Diynamic oder Innervisions zu einem der erfolgreichsten Produzenten seiner Generation wurde, brachte keine neuen Veröffentlichungen raus und legte eine Live-Pause ein. Nach einem Ambient-Album im Frühjahr meldet sich der 28-jährige Halb-Italiener jetzt mit dem neuen Album D’Angelo über seine Herkunft und mit einer Tour zurück. Wir sprachen mit ihm über die Inspirationen für seine neue Musik, die Gründe für die Pause und sein ambivalentes Verhältnis zur Clubmusik.

SOPHIE: Keine Regeln mehr

Erst war „Bipp“, dann kam Madonna: Wie eine schottische Produzentin mit ihren subversiven, knallbunten Tracks, die sie für Superstars produziert, den Mainstream unterwandert. Und wie sie mit ihrem ersten Studioalbum die Popmusik der Gegenwart reformiert und heteronormative Ästhetik entlarvt. SOPHIE im Gespräch über die Trägheit der Technoszene, ihre Zeit in Berlin und das Problem mit dem Authentizitätsbegriff.

Ross From Friends: Kleine Puzzle lösen

Mit „Talk To Me You’ll Understand“ wurde Felix Weatherall alias Ross From Friends über YouTube bekannt. Während der Brite EPs mit alten Lo-Fi-Produktionen raushaute, arbeitete er an seinem Debütalbum. Family Portrait ist ein ergreifend vielschichtiger Richtungswechsel geworden, der Weatheralls Können in einem neuen Licht zeigt.

Chris Liebing: Zwischen den Kicks

Der Frankfurter Chris Liebing galt lange Jahre als grundsympathischer Techno-DJ, der mit seinen Sets, Produktionen und Labels den Härtegrad der Musik effizient nach oben trieb. Mit dem nun auf Mute erscheinenden Album Burn Slow erfüllt er sich einen lange gehegten Wunsch und positioniert sich musikalisch grundsätzlich neu. Was es damit auf sich hat, erzählt der überzeugte Veganer bei einem Gespräch in seiner Urlaubsdestination Ibiza.

Stanislav Tolkachev: Meine eigene Geschichte

Ob Stanislav Tolkachev nun klingt wie Jeff Mills oder nicht: Selten kommt Techno heute so ungestüm und so unberechenbar daher wie bei diesem Produzenten aus der Ukraine. Lange war Tolkachev ein Geheimtipp. Durch Beharrlichkeit, einen starken Live-Act und seine Releases für SemanticaMord oder Krill wurde er zum unverzichtbaren Bestandteil der Szene.

Mike Servito: Detroit Pride

Er wird gefeiert wie ein Newcomer, dabei ist Mike Servito schon ein alter Hase. Nach seinen guten Freundinnen The Black Madonna und Honey Dijon ist er der nächste DJ-Veteran aus dem Mittleren Westen der USA, der mit internationaler Aufmerksamkeit belohnt wird. Seine viel gerühmten Party-Sets stehen in der musikalischen Tradition von Detroit, Chicago und New York und für die ungebrochene emanzipatorische Kraft dieses Sounds. So gut es geht wehrt sich Servito gegen die Zwänge der Industrie. Eine Frage der Realness.

Donato Dozzy: Musik als Therapie

Der italienische DJ und Produzent Donato Dozzy zählt zu den interessantesten Persönlichkeiten kontemporärer elektronischer Musik. Jedes seiner Sets, jede seiner Veröffentlichungen zeigen eine andere Seite Dozzys im Umgang mit den Möglichkeiten von Genres und Instrumenten. Nach Produktionen zusammen mit Peter van HoesenMike ParkerLerosa oder Dasha Rush erschien jetzt Filo Loves The Acid auf Tresor. Es ist Donatos erstes Soloalbum seit The Loud Silence von 2015.

Amnesia Scanner: „Eine künstliche Befreiung von Emotionen“

Nebel, Strobos und extreme Sounds – die Live-Shows von Amnesia Scanner sind Grenzerfahrungen. Auf ihrem Debütalbum lässt das Duo Lärm und süße Melodien auf Reggaeton-Rhythmen in Pop-Strukturen kollidieren und beschwört die Seele des Projektes: Oracle.

Emika: Immer neue Ausdrucksformen

Wie kein zweiter Artist wechselt Emika gerne zwischen den Welten Sounddesign, Contemporary Classical Pop und elektronischem Minimalismus umher. Nachdem die Wahlberlinerin zuletzt mit Hilfe von Crowdfunding ihre erste eigene Symphonie umsetzte, arbeitete sie parallel bereits an ihrem fünften Studioalbum Falling In Love With Sadness, das im Oktober am Welttag für psychische Gesundheit erscheinen wird.

Ballroom House: Ballroom braucht den Mainstream nicht. Der Mainstream braucht Ballroom.

Seit über 45 Jahren gibt es nun schon die queere Underground-Bewegung der Ballroom Culture. Geboren in Harlem, erlebt die Szene, die in den 90er-Jahren durch den Dokumentarfilm Paris Is Burning bekannt wurde, gerade eine Renaissance. Zum einen durch TV-Projekte wie der Viceland-Doku-Serie My House und der Serie Pose, und zum anderen durch Musiker*innen und Tänzer*innen weltweit, die frische Sounds und Moves in die Ballroom Culture bringen.

Außerdem: Gestalter: Tarik Barri – Der visuelle Musiker; Zeitgeschichten: Orbital; Clubsteckbrief: MONOM (Berlin); Letzte Fragen: DJ Seinfeld, Hotze

Warm-Up

Push Turn Move – Extension durch Expression, Lotic – Fragile Momente des Klarsinns; Label: Malka Tuti, A DJ’s DJ: Marquis Hawkes über Derrick Carter, Porträts: Iron CurtisWen und Prequel Tapes; Am Deck: Dr. Rubinstein (Berlin); Pinnwand; Mein Plattenschrank: Klaus Stockhausen; Kolumne I Care Because You Don’t: Trotz großer Imagekampagne bröckelt die Unantastbarkeit von Facebook; Meine Stadt: Tijana T. über Belgrad; Literatur: Matthew Herbert – The Music. A Novel Through Sound, Uwe Schütte – Mensch Maschinen Musik. Das Gesamtkunstwerk Kraftwerk; Reaktionen

Technik

Studiobericht: Max Cooper, Making-of: Lorenzo Senni über „XAllegroX“; Technik-Reviews: AudioKit Synth One
(Open-Source iOS-Synthesizer App), Sonicsmith Squaver P1+ (Semimodularer Synthesizer mit Audio-Tonhöhenerkennung), Image Line FL Studio 20 (Digital Audio Workstation)

Reviews & Charts

Top 30, DJ-Charts, Platten der Ausgabe (Album: Ancient Methods – The Jericho Records (Ancient Methods); Compilation: Studio Barnhus Volym 1 (Studio Barnhus); Singles: Emil Abramyan, River Yarra, Third System); Tonträger, DJs empfehlen: Iron Curtis, Lando

Groove CD 83

01. Jon Hassell – Dreaming
02. David August – D’Angelo
03. Thomas Fehlmann – Window
04. Benoit B – Vague à l’Âme
05. Wen – Time II Think
06. Lando – Hutch
07. Donato Dozzy – TB Square
08. Helena Hauff – Hyper-Intelligent Genetically Enriched Cyborg
09. Iron Curtis – Werc Werc Werc (Radio Edit)
10. Chris Liebing – Polished Chrome (The Friend Pt. 1) feat. Gary Numan

Zusammenstellung: Thilo Schneider
Cover-Gestaltung: Tarik Barri

 

 

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